Nach Streit um Doujak-Skulptur: Direktor reicht Rücktritt ein

Macba, das Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona, hat seine Führung abgelöst. Zuvor hatte ein Werk der österreichischen Künstlerin Ines Doujak für Zwist gesorgt.

SPAIN ARTS MUSEUM MACBA
SPAIN ARTS MUSEUM MACBA
(c) APA/EPA/TONI GARRIGA (TONI GARRIGA)

Nach einem Streit um die Ausstellung einer umstrittenen Skulptur der Österreicherin Ines Doujak hat das Museum für zeitgenössische Kunst (Macba) in Barcelona seine Führung abgelöst. Die Trägergesellschaft akzeptierte das Rücktrittsgesuch des Museumsdirektors Bartomeu Mari.

Zudem enthob sie zwei Kuratoren ihrer Ämter, die die Gruppenausstellung "Die Bestie und der Souverän" zusammen mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart (WKV) organisiert hatten. Dies gab ein Sprecher der Trägergesellschaft in der Nacht zum Dienstag in Barcelona bekannt.

Die umstrittene Doujak-Skulptur zeigt einen nackten, auf rostigen Stahlhelmen hockenden Mann in einem sexuellen Akt mit einer bolivianischen Aktivistin und einem Schäferhund. Der Mann weist eine deutliche Ähnlichkeit mit dem früheren spanischen König Juan Carlos auf.

Mari hatte verlangt, das Werk aus der Ausstellung herauszunehmen. Als die Kuratoren sich weigerten, sagte der Macba-Direktor zunächst die gesamte Schau ab. Drei Tage später machte er einen Rückzieher und ließ die Ausstellung für das Publikum öffnen. Die Träger des Museums sind das spanische Kulturministerium, die katalanische Regierung, die Stadt Barcelona und eine Stiftung.

(APA)

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