Schauplätze: Richard Nonas

Richard Nonas ist ein Spezialist für die Auslotung von Räumen – seien es Innenräume, Freiräume, Landschaften.

(c) Richard Nonas

Er ist ein Spezialist für die Auslotung von Räumen – seien es Innenräume, Freiräume, Landschaften. Dafür arbeitet der New Yorker Künstler Richard Nonas, Jahrgang 1936, mit einfachsten Materialien wie Stein, Metall und immer wieder Holz, bald roh zugeschnitten, bald präzise bearbeitet, bald als Block, bald einfach als Baumstamm. Immer wieder kommen dabei Wiederholung und Serialität ins Spiel. Anders als die Minimalisten, die die Kunst ab den frühen 1960ern radikal beeinflussten, interessiert Richard Nonas jedoch nicht die reine Form, sondern das kontextuelle und kommunikative Potenzial der Objekte, das den Betrachter stets in die Inszenierung miteinbezieht. In Krems, wo der Künstler nach Ausstellungsbeteiligungen in der Kunsthalle und der Dominikanerkirche schon lang kein Unbekannter ist, entwickelt Nonas nun für die Galerie Stadtpark mit ihrer modernistischen Architektur eine so raumgreifende wie reduzierte Installation. Bestehend aus 45 regelmäßig angeordneten Baumstämmen, durchmisst „Skeleton-cuts. Line by line" sämtliche Galerieräume entlang dreier Achsen, die sich rechtwinkelig begegnen. Miteinbezogen werden auch der Eingangsbereich sowie der Aufgang zur höhergelegten Galerie. Der Raum an sich wird zum Wahrnehmungsgegenstand.

Galerie Stadtpark: „Richard Nonas. Skeleton-cuts, line by line" (Wichnerstraße, 3500 Krems, 6. 7.–10. 8., 4. 9.–21. 9., www.galeriestadtpark.at)

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