Zweifel an Dissertation von Künstler Peter Weibel

Ein Freund soll die nicht eingereichte Doktorarbeit des österreichischen Künstlers geschrieben haben, berichtet "profil". Weibel dementiert.

Hat Peter Weibel seine Doktorarbeit über ''Mathematische Logik'' gar nicht selbst geschrieben?
Hat Peter Weibel seine Doktorarbeit über ''Mathematische Logik'' gar nicht selbst geschrieben?
Hat Peter Weibel seine Doktorarbeit über ''Mathematische Logik'' gar nicht selbst geschrieben? – (c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

An der nie approbierten Dissertation des österreichischen Künstlers, Medientheoretikers und Museumsleiters Peter Weibel sind Zweifel aufgekommen. Wie "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gibt Weibels "langjähriger Freund", der Wiener Mathematiker Werner Schimanovich, an, er habe die Dissertation Weibels zur "Mathematischen Logik" verfasst. Dann habe er Weibel "geprüft, ob er versteht, was ich da schreibe". Der Künstler wies diese Darstellung gegenüber "profil" zurück.

Es sei doch "das Recht eines Autors, auf eigene Werke hinzuweisen, auch wenn er sie nicht publiziert", erklärte Weibel dem "profil". Außerdem habe ihm Schimanovich bei der Abfassung der Doktorarbeit in den 70er Jahren lediglich bei Verständnisfragen geholfen.

"Ist eine nicht-eingereichte Dissertation eine Dissertation?

Weibel, Leiter des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, hat die Arbeit zwar nie eingereicht und daher auch nie den Doktortitel erworben. In seinen Kurz-Lebensläufen würde er seine Dissertation und deren Thema jedoch immer wieder anführen, prangerte auch schon "Plagiatjäger" Stefan Weber in seinem Blog an.

"Der Schachzug ist, dass Weibel in seinem Lebenslauf immer nur auf die 'Existenz' einer Dissertation verwiesen hat und auf nichts darüber hinaus." Allerdings sei auch dann zu fragen: Jeder könnte ja auf ein Konvolut seiner Texte 'Dissertation' draufschreiben", so Weber.

(APA)

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