Thomas-Dehler-Preis 2013 geht an Waris Dirie

Der Bestsellerautorin gelang es, "das Thema Beschneidung von jungen Mädchen auf die öffentliche Agenda zu bringen", erklärte die bayerische Stiftung. Der undotierte Preis wird am 24. Juli verliehen.

Schriftstellerin und Aktivistin Waris Dirie.
Schriftstellerin und Aktivistin Waris Dirie.
Schriftstellerin und Aktivistin Waris Dirie. – (c) EPA (PETER HUDEC)

Der diesjährige Thomas-Dehler-Preis geht an Bestsellerautorin Waris Dirie ("Wüstenblume"). Das ehemalige Fotomodel wird für ihr Menschenrechts-Engagement ausgezeichnet. Dirie sei es gelungen, "das Thema Beschneidung von jungen Mädchen auf die öffentliche Agenda zu bringen", erklärte die FDP-nahe bayerische Thomas-Dehler-Stiftung am Montag zur Begründung. Der undotierte Preis wird am 24. Juli in München überreicht.

In ihrer Autobiografie, die auch fürs Kino verfilmt wurde, hatte die als Nomadenkind in Somalia geborene Dirie geschildert, wie sie als Kind Opfer einer Genitalverstümmelung wurde. In den 80er Jahren wurde sie ein begehrtes Supermodel, später UN-Sonderbotschafterin für Frauenrechte in Afrika. Die etwa 48 Jahre alte Dirie - deren genaues Geburtsdatum unbekannt ist - hat die Desert Flower Foundation gegründet, die in Afrika Aufklärungsarbeit betreibt, Betroffene unterstützt und die Unabhängigkeit von Frauen fördern will. Dirie lebt heute in Österreich.

Die Auszeichnung ist nach Thomas Dehler (1897-1967), dem ersten Bundesjustizminister und späteren FDP-Vorsitzenden, benannt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Helmut Markwort (2012), Dick Marty (2011), Annette und Reinhard Erös (2010), Beatrice Weder di Mauro (2009) und Joachim Gauck (2008), der nunmehrige Bundespräsident Deutschlands.

(APA)

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