Staatspreise für Uta Szyszkowitz und Ahmet Cemal

Die Österreicherin Uta Szyszkowitz und der türkische Übersetzer Ahmet Cemal erhalten heuer die mit 8000 Euro dotierten Staatspreise für literarische Übersetzung.

Die Staatspreise für literarische Übersetzung 2014 gehen an die Österreicherin Uta Szyszkowitz und den türkischen Übersetzer Ahmet Cemal. Die Auszeichnungen sind mit je 8000 Euro dotiert und werden am 29. Juni im Rahmen der Veranstaltung "Translatio" in Klagenfurt überreicht, teilte das Kabinett von Kulturminister Josef Ostermayer am Mittwoch mit.

Für ihre Fähigkeit und Bereitschaft, "sich in ein Werk hineinzuversetzen und ihm den Dienst zu erweisen, den ein Buch verdient", wurde Szyszkowitz mit dem Preis für die Übertragung fremdsprachiger Literatur ins Deutsche bedacht. Im Laufe ihrer mehr als 40-jährigen Tätigkeit als Übersetzerin aus dem Englischen und Französischen habe sie die gesamte Bandbreite der literarischen Gattungen abgedeckt, zu ihren bekanntesten Übersetzungen zählen etwa der Roman "Sommergefühle" von M.E. Kerr sowie französische Werke von u.a. Victor Hugo oder Jean Genet.

Mit Übersetzungen von Autoren wie Bachmann, Broch, Celan, Musil, Rilke und Zweig ins Türkische hat sich indes Ahmet Cemal als "Vermittler der österreichischen Literatur" einen Namen gemacht. Bereits 2010 wurde er mit dem "Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich" geehrt, nun wird mit Cemal laut Jury "nicht nur ein leidenschaftlicher und unermüdlicher Übersetzer ausgezeichnet, sondern auch ein Journalist und Schriftsteller und vor allem ein Liebhaber der österreichischen Literatur".

Neben den Staatspreisen wurden zusätzlich Prämien für 47 besonders gelungene Übersetzungen von Einzelwerken der österreichischen und internationalen belletristischen Literatur in Höhe von 76.500 Euro vergeben. Für Ostermayer sei die Jury-Entscheidung für Übersetzungen aus zwei EU-Sprachen ins Deutsche sowie von österreichischer Literatur in eine bedeutende Sprache des Mittelmeerraums "aus europäischer Sicht ebenso erfreulich wie das große Interesse an österreichischer und europäischer Kultur und Lebensart, wie es in den prämierten Übersetzungen aus und in 20 Sprachen seinen Ausdruck findet". Damit werde "auch die engagierte und leidenschaftliche Arbeit der literarisch Übersetzenden im Dienst der Gemeinschaft und Völkerverständigung gewürdigt".

(APA)

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