Kritischer russischer Journalist nach Prügelattacke gestorben

Der 73-jährige Nikolai Andruschtschenko war überfallen und zusammengeschlagen worden. Nach Wochen im künstlichen Koma ist er nun gestorben.

Sechs Wochen nach einer Prügelattacke im russischen St. Petersburg ist der kritischer Journalist Nikolai Andruschtschenko seinen Verletzungen erlegen. Der 73-jährige Reporter sei im Krankenhaus gestorben, berichteten russische Medien. Er arbeitete für die Lokalzeitung "Nowy Peterburg".

Andruschtschenko war am 9. März auf dem Weg zu einem Termin von Unbekannten überfallen und zusammengeschlagen worden. Seine Kopfverletzungen waren so schwer, dass er über Wochen im künstlichen Koma lag, wie das Petersburger Online-Portal fontanka.ru berichtete.

Der Chefredakteur von "Nowy Peterburg", Denis Uslow, wertete den Überfall auf Andruschtschenko als Angriff auf die Arbeit seiner Zeitung. Andruschtschenko schrieb unter anderem über Kriminalität und Korruption.

Die Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" beschrieb seine Arbeit als tendenziös, Behördenvertreter hätten dem Journalisten Verleumdung vorgeworfen.

(APA/dpa)

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