Mateschitz' Medienprojekt geht mit dem Thema Asyl online

Unter dem Namen “Addendum” wurden heute die ersten Artikel online gestellt. Nicht gerade bescheiden wollen die Macher die "Antwort auf Krise des Journalismus" geben.

(c) Screenshot

Dass das Thema "Asyl" heute, Montag, als erster Inhalt des Medienprojekts von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz online ging, kommt nicht überraschend. Immerhin kritisierte Matschitz in der Vergangenheit heftig, wie Österreich mit der Flüchtlingswelle ("Auswanderungswelle" fand er als Begriff passender) umging. Zum Thema "Asyl. Ein Konzept von gestern?" wurden und werden mehrere Artikel veröffentlicht: Insgesamt 18 Beiträge sind für diese Woche angekündigt, es kommen sukzessive immer wieder neue Inhalte dazu. Auf Servus TV steht am Donnerstag eine Reportage dazu auf dem Programm.

In einem Erklärvideo auf Addendum stellen die Macher dar, wie sie arbeiten wollen und was der Sinn hinter dem Medienprojekt ist. "Die Themen sollen die Grundlage für den politischen Diskurs bilden", sagt Geschäftsführer Niko Alm wenig bescheiden. Man will Zahlen, Daten und Fakten liefern, die andere Medien nicht aufbieten können.

Addendum als "Antwort auf die Krise des Journalismus"

"Die Menschen haben den Eindruck, dass sie manipuliert werden", erläutert Geschäftsführer Michael Fleischhacker, ehemals "Presse"-Chefredakteur. Dieser Eindruck entstehe nicht immer, aber teilweise auch zu Recht, "weil Informationen, obwohl sie immer mehr werden, eigentlich immer unvollständiger werden". Hier wolle "Addendum" (das aus dem Lateinischen übersetzt "das Hinzuzufügende" ist) Abhilfe schaffen. Als "multimediale Antwort auf die viel zitierte Krise des Journalismus", sieht Jan Thies, der die Sparte TV leitet, die neue Plattform.

Für jedes Großthema will man sich sechs Wochen Zeit nehmen. Die Veröffentlichung erfolgt dann über eine ganze Woche hinweg. Am Montag publizierte "Addendum" übrigens auch einen Bericht über ein europäisches Beamtenpapier zum Thema Asyl. Darin werde die Idee ventiliert, dass mobile Teams in Nordafrika schutzbedürftige Personen auffinden und nach Europa bringen. Der Ursprung dieses der Redaktion exklusiv vorliegenden Papiers liege in Österreich, heißt es seitens "Addendum". Der zweite Artikel liefert Fakten zum Asylrecht. Die 50-minütige TV-Reportage "Die Asyl-Entscheider. Wer darf bleiben?" zeichne den Weg vom Asylantrag bis zur Entscheidung nach: Sie wird als "Im Kontext - Die Reportage" am Donnerstag auf Servus TV zu sehen sein.

 

(Red.)

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