Wie lange wird es "News" noch geben?

Obwohl Mehrheitseigentümer Horst Pirker sagt, "News" sei auch nächstes Jahr voll in Planung, halten sich Gerüchte, das Heft könnte 2019 zum letzten Mal erscheinen. Chefredakteurin Esther Mitterstieler soll bereits ihren Absprung - zum ORF-Radio - planen.

Das Cover der aktuellen Ausgabe von "News".
Das Cover der aktuellen Ausgabe von "News".
Das Cover der aktuellen Ausgabe von "News". – Beigestellt

Die Nachricht wird Österreichs Medienbranche nicht unbedingt überraschen. Im Gegenteil, es soll Menschen geben, die die Branche mitverantwortlich dafür machen, dass die Marke "News" da ist, wo sie derzeit steht. Weil sie seit Jahren von allen totgesagt werde. Tot ist das 1992 gegründete Wochenmagazin der VGN Medien Holding noch nicht, aber richtig gut geht es ihm halt auch schon lange nicht mehr.

Das merkt man auch daran, wie sehr das Team derzeit schrumpft. Zuletzt sind wieder ein paar langjährige Mitarbeiter gegangen, zum Beispiel der Reporter Christoph Lehermayr; Kolumnen wie die von "Fleisch"-Magazin-Herausgeber Markus Huber und Ex-"Standard"-Chefredakteur Gerfried Sperl und die Interviewreihe von Ex-"News"-Chef Peter Pelinka wurden eingestellt; am Montag wurde bekannt, dass der langjährige Geschäftsführer Markus Fallenböck auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlässt. Und angeblich wurde vergangene Woche der Betriebsrat der kaufmännischen Top Media GmbH über anstehende Kündigungen informiert.

Das neueste Gerücht lautet, dass Chefredakteurin Esther Mitterstieler bereits ihren Absprung plant. So heißt es, die gebürtige Südtirolerin, die seit Februar 2017 "News" verantwortet, könnte zum ORF-Radio wechseln, sie habe sich angeblich für die Leitung des Wirtschaftsressorts im Aktuellen Dienst beworben. Der Posten ist seit einiger Zeit vakant, weil der Vertrag des 2015 auf kolportierten Wunsch der ÖVP und unter Protest der Redakteure bestellten Rupert Kluger nicht verlängert wurde, Barbara Battisti leitet das Ressort interimistisch. Esther Mitterstieler war am Dienstag für keine Stellungnahme zu erreichen. Horst Pirker, der Vorstand der VGN Medien Holding schon. Zu einem möglichen Abgang von Mitterstieler wollte er nichts sagen, er erwähnte nur: "Wenn es denn stimmte, wäre es legitim." Von Kündigungsvorwarnungen beim Betriebsrat wisse er "nichts", die seien "frei erfunden".

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(awa)

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