Ozzy Osbourne: Der ''Prince of Darkness'' wird 70

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Jeder Generation ihr Ozzy-Bezug: Die einen kennen ihn schon als hardrockenden Fledermaus-Beißer und Black Sabbath-Frontmann, die anderen als Balladen-Onkel ("Dreamer"), TV-Junkies aus der Reality-Soap "The Osbournes". Am 3. Dezember wird John Michael Osbourne alias Ozzy Osbourne 70 Jahre alt. Einige Höhen und Tiefen seines Lebens:

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Osbourne wurde als 1948 als Arbeiterklassekind in Birmingham geboren. Seine Eltern schufteten in Schichtarbeit, damit ihre sechs Kinder nicht verhungern.

Ozzy - den Spitznamen hat er seit seiner Schulzeit - brach seine Lehre als Installateur ab, später versuchte er sich als Mitarbeiter im Schlachthof, in einer Autofabrik und bei einem Bestatter. Als Jugendlicher saß er mehrere Wochen im Gefängnis, weil er bei einem Einbruch ertappt wurde.

Im Bild: Eisstatue von Ozzy Osbourne im Moskauer Sokolniki Park.

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1967 gründete er mit Geezer Butler die Band Rare Breed. Nach zwei Live-Auftritten war die Formation Geschichte. 1968 folgte Polka Tulk Blues mit Tony Iommi und Bill Ward.

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Kurzzeitig nannten sie sich Earth, ehe sich das Quartett 1969 auf Black Sabbath einigte. Der Rest ist Heavy-Metal-Geschichte, wie es so schön heißt.

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Wie es sich für ein Heavy-Metal-Urgestein gehört, ranken sich auch um Ozzy diverse Mythen. Die wohl blutigste Geschichte: Der "Prince of Darkness" hat vor 31 Jahren auf der Bühne den Kopf einer Fledermaus abgebissen. Der Legende nach wusste Osbourne nicht, dass sie aus Fleisch und Blut ist, sondern hielt sie für ein Plastik-Spielzeug. Er musste gegen Tollwut behandelt werden.

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Der "Madman", ein weiterer Spitzname des Rocksängers, soll Ziegen in die Luft gesprengt und Katzen erschossen haben.

An Drogen soll er alles genommen haben, was zu bekommen war - inklusive Heroin.

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1978 wurde er deswegen bei Black Sabbath rausgeworfen und schloß sich drei Monate in ein Hotelzimmer ein. Sharon Osbourne, seine spätere, zweite Frau, soll ihn damals das Leben gerettet haben. Sie überredete Ozzy eine Solokarriere zu starten. Frei von Rückfällen war er aber nicht: 1989 soll Ozzy versucht haben, im Vollrausch Sharon zu erwürgen - bei der Geburtstagsfeier der sechsjährigen Tochter.


1996 schuf sie das "Ozzfest", ein Heavy-Metal-Festival, das bislang in den USA, Japan und Europa stattfand.

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"Blizzard of Ozz" (1980) hieß das erste Solowerk. Neun weitere sollten bis 2010 folgen. 2002 brachte Osbourne die positiv gestimmte Single "Dreamer", seine Version von "Imagine", heraus. Im selben Jahr startete die Reality-Soap "The Osbournes" auf MTV.

Die Zuschauer konnten hautnah den Alltag der "schrecklich netten Familie" miterleben. Seitdem standen auch seine Kinder - Tochter Kelly und Sohn Jack - im Rampenlicht

(c) REUTERS (Jason Reed / Reuters)
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In den folgenden Jahren zeigte sich Osbourne von seiner nachdenklichen Seite. Das liegt wohl an den Schicksalschlägen. Seine Frau Sharon erkrankte 2002 an Darmkrebs, sein Sohn im Vorjahr an Multipler Sklerose. Tochter Kelly musste in die Entzugsklinik, bei Ozzy selbst wurde 2005 eine Nervenkrankheit diagnostiziert.

(c) REUTERS (Alessia Pierdomenico / Reuters)
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2013 schnellten Black Sabbath mit der Comeback-Platte "13" und Osbourne als Frontmann wieder an die Spitze der Charts, bevor sie sich 2016 und 2017 mit ihrer "The End Tour" von ihren Fans verabschiedeten. Auch Osbourne will nach seiner demnächst anstehenden erneuten Farewell-Tour "No More Tours II" nicht länger als vier bis sechs Wochen am Stück unterwegs sein, um, wie es heißt, mehr Zeit für seine Enkel zu haben.

Link: Zur "Presse"-Kritik des Albums "13".

Link: Video "God is Dead?" von Black Sabbath

(c) REUTERS (David McNew / Reuters)
Kommentar zu Artikel:

Vom Schocker zum Opa: Ozzy Osbourne wird 70

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