Song Contest: Alf Poier wettert gegen Wurst

Österreichs Song-Contest-Kandidatin Conchita Wurst "gehört eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest", so der Kabarettist. Poier hatte 2003 den sechsten Platz beim ESC belegt.

Eurovision Song Contest 2003
Eurovision Song Contest 2003
2003 holte Alf Poier für Österreich Platz sechs beim Song Contest. – (c) ORF (Ali Schafler)

Nach Angriffen aus dem Osten Europas wird Österreichs Eurovision-Song-Contest-Kandidatin Conchita Wurst nun auch hierzulande verbal angegriffen. Kabarettist und Ex-ESC-Teilnehmer Alf Poier mit Ausfälligkeiten aufhorchen. "Wenn jemand nicht weiß, ob er ein Manderl oder ein Weiberl ist, dann gehört er eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest", so Poier im Interview mit "Die ganze Woche".

"Mit dieser verschwulten Zumpferl-Romantik kann ich nichts anfangen. Wie jemand seine Sexualität auslegt, ist jedem selbst überlassen. Aber dass ständig an die große Glocke gehängt werden muss: 'Ha, wir sind so benachteiligt ... und wir sind eine Minderheit', dieses Gesülze geht mir ordentlich auf den Wecker", echauffierte sich der 47-Jährige im Gespräch mit der Wochenzeitschrift.

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Noch dazu sei Conchita Wurst mit ihrem Lied "Rise Like A Phoenix" ja nicht durch Publikumswahl, sondern dank einer ORF-Entscheidung entsandt worden: "Die schicken ein künstlich hochgezüchtetes Monster hin." Und auch, dass Wurst ihr Lied nicht selbst geschrieben hat, stößt bei Poier auf Kritik: "Entschuldigung, aber künstlerisch ist bei dieser Dame oder bei diesem Herrn oder bei diesem Es oder was immer das ist, überhaupt nichts vorhanden. Gar nichts."

Poier hatte beim Song Contest 2003 mit "Weil der Mensch zählt" den guten sechsten Platz für Österreich geholt. Conchita Wurst tritt am kommenden Donnerstag im zweiten Semifinale mit ihrem Lied "Rise Like A Phoenix" an.

(APA)

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