Keine gute Laune in England

Der 22-jährige Tyron Frampton vulgo Slowthai aus Northampton, der Industriestadt nördlich von London, ist Rapper mit Punk-Attitüde. Live ruft er gern „Fuck the queen“.

Tyron Frampton vulgo Slowthai.
Tyron Frampton vulgo Slowthai.
Tyron Frampton vulgo Slowthai.

Slowthai: »Doorman«. Wer je jung war, weiß, dass der Türsteher sich gut als Symbolfigur für all die Zumutungen eignet, vor die einen Leben und Gesellschaft stellen. „I'm not a mop you can drag 'cross the floor“, erklärt Slowthai und lässt in zornigen drei Minuten einige dieser Zumutungen Revue passieren, darunter die Allergien und die elende Nikotinsucht. Natürlich auch die „high society“, die „cute kittens“, alle jene, denen's besser geht. Gegen diesen Grant nützen auch die „beer goggles“ (Getränke, die die Welt und vor allem Angehörige des anderen Geschlechts schöner machen sollen) nichts, er muss an die Luft, in Form eines rastlosen, stellenweise elektronisch verzerrten Rants (so nennt man die Pub-Version eines Raps), getrieben von unwirschen Bässen, kommentiert von unversöhnlichem Kreischen. Am Ende steht der Erzähler offenbar noch immer vor der Tür und verkühlt sich. Keine gute Stimmung in England.

 

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Christoph Sepin (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und fm4.ORF.at.

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