Nina Proll: "Habe kollektives Jammern in #metoo-Debatte satt"

Bei ihr beginne sexuelle Belästigung da, wenn die Frau 'Nein' sagt und der Mann macht weiter, betonte die Schauspielerin.

Starnacht aus der Wachau
Starnacht aus der Wachau
Nina Proll – ORF

Die Schauspielerin Nina Proll hat am Sonntag in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" zu ihren kontrovers diskutierten Aussagen zur Diskussion um sexuelle Belästigung Stellung genommen. "Ich habe dieses kollektive Jammern, das in dieser #metoo-Debatte entstanden ist, satt", sagte sie laut einer ORF-Aussendung.

"Bei mir beginnt sexuelle Belästigung da, wenn die Frau 'Nein' sagt und der Mann macht weiter", betonte die Schauspielerin. "Dass Frauen einander auf die Schulter klopfen und schreiben, 'mir ist es auch passiert' und Geschichten von vor 20 Jahren auf den Tisch legen - das schwächt uns Frauen. Die Lösung kann nur sein, dass die Frau den Mann in der Konfrontation darauf aufmerksam macht, dass es ein Übergriff ist", wurde die 43-Jährige zitiert.

Polarisierendes Posting von Proll

Mit ihrem Posting zur #metoo-Debatte, bei der Frauen weltweit ihre Erlebnisse von sexueller Belästigung outen, hatte Proll sehr polarisiert. Sie schrieb unter anderem, dass das Bild "Frauen sind Opfer, Männer Täter" differenziert gehöre und dass sie "sexuelle Annäherungsversuche eines Mannes als grundsätzlich erfreulich empfindet".

"Wenn ein Produzent den Sex als Bedingung machen sollte, damit eine Schauspielerin eine Rolle bekommt, dann ist das ein flegelhaftes Verhalten und er ein Trottel, aber es ist keine kriminelle Handlung", meinte Pröll in der Sendung. "Ich würde mit so einem Menschen aus eigenem Interesse nicht arbeiten wollen, da verzichte ich freiwillig auf die Rolle", sagte sie und sparte auch nicht mit Kritik an nicht näher genannten Kolleginnen, die "sich auf Schöße setzen und hinterher behaupten, sie sind sexuell belästigt worden".

(APA)

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