Fuhr inszeniert Schillers "Kabale und Liebe" in Wien

Die Premiere findet morgen, Samstag, im Brosnki&Grünberg-Theater statt. In den Hauptrollen zu sehen sind unter anderem Johannes Nussbaum (Ferdinand), Laura Laufenberg (Luise) und Anna Posch (Lady Milford).

Anna Posch
Anna Posch
Anna Posch spielt eine der Hauptrollen in "Kabale und Liebe". – (c) Stanislav Jenis

Mit "Kabale und Liebe" schrieb Friedrich Schiller einen Abgesang auf das damalige System bestehend aus Adel und Bürgertum. Unter der Regie von Carl-Christian Fuhr kommt das Stück nun auf die Bühne, die Premiere findet am morgigen Samstag im Brosnki&Grünberg-Theater (www.bronski-gruenberg.at) statt. Weitere Termine gibt es bis Mitte Juni.

"Es ist in meinen Augen ein Text, der den Verfall einer gesellschaftlichen Ordnung durchdekliniert", sagt Fuhr im "Presse"-Gespräch. "Dabei interessiert es mich vor allem, die im Stück dargestellten Machtmechanismen auf eine heutige Gesellschaft zu übertragen. Das Ganze wird aber dennoch mit Schillers Originaltext geschehen, den ich lediglich durch einige Umstellungen und Kürzungen bearbeitet habe."

In den Hauptrollen zu sehen sind Johannes Nussbaum (Ferdinand), Laura Laufenberg (Luise), Patrick Seletzky (Präsident), Anna Posch (Lady Milford), Nanette Waidmann (Miller) und Luka Vlatkovic (Wurm).

Zweite große Regiearbeit in Wien

Fuhr ist freiberuflicher Regisseur und lebt in Berlin. Seine Ausbildung absolvierte er als Regieassistent in Düsseldorf, Prag, Salzburg und Wien. "Kabale und Liebe" ist seine zweite große Regiearbeit in Wien. Seine erste, "Philoktet" von Heiner Müller, feierte seine Premiere 2017 im Volx/Margareten.

"Ich bin ein großer Verfechter des Schauspieler-Theaters", sagt Fuhr. "Denn mich interessiert nichts mehr, als im Theater miterleben zu dürfen, wie Menschen ihr Innerstes nach außen stülpen und diese Kombination aus Raum,Text und Körper mich auf eine Weise berührt, wie es kein anderes Medium kann." (kb)

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