Pizzicato

Manche werden nie erwachsen

Jö, schau, wie groß sie alle sind! Thomas Brezina hat mit seinem neuen Buch, in dem die Knickerbocker-Bande erwachsen geworden ist, auch andere inspiriert:

Zahlreiche Kinderhelden der Vergangenheit sollen jetzt in gereifter Form wieder auferstehen. Das Pizzicato hat recherchiert, was aus ihnen geworden ist.

Die Kleine Raupe Nimmersatt etwa, mittlerweile ein Schmetterling, tritt in TV-Realityshows über Kinder mit Essstörungen als Expertin auf. Die Tiere, die in „Als die Tiere den Wald verließen“ den Wald verließen, haben sich an ihr urbanes Leben gewöhnt. Der Fuchs ist gar ein engagierter Aktivist gegen die Zersiedelung im ruralen Raum geworden. „Stadt ist das neue Land“, schwärmt er, als er eines Abends Bubble Tea schlürfend über den Asphalt schlendert, und sagt dem Hasen, der gerade auf dem Skateboard vorbeirollt, „Gute Nacht“. Die Manga-Kriegerin Sailormoon hat das Kämpfen satt. Sie verdingt sich jetzt als Herausgeberin von Mondkalendern. Auch die Glücksbärchis haben es aufgegeben, von ihrem Himmelzauberland aus Liebe und Fröhlichkeit zu verbreiten. Sie beraten jetzt Extremsportler, die aus den Wolken gefallen sind und Probleme haben, sich an das Leben auf der Erde anzupassen. Nur der Pumuckl – angeblich dreihundertzwölfundsechzig Jahre alt – treibt immer noch Schabernack. Manche werden nie erwachsen.

Reaktionen an: katrin.nussmayr@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2017)

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