Innovation dank Chemtrails

Erstaunliche Nachrichten haben das Pizzicato vor Kurzem erreicht. Da hat ein amerikanischer Raketenbastler mit einem genialen Trick Geldgeber für seinen nächsten Flugversuch gefunden.

Erst wollte kaum jemand sein Unterfangen unterstützen, aber als er ankündigte, damit den Beweis für die Scheibenförmigkeit der Erde erbringen zu wollen, multiplizierten sich die Spenden. Aluhut ab! Die Flat-Earth-Theoretiker störten sich nicht einmal an dem Umstand, dass die Beweisführung aus den geplanten 600 Metern Flughöhe ein bisserl schwierig werden könnte . . .

Für die Wissenschaft eröffnen sich jetzt ganz neue Möglichkeiten. Wie weit wäre die Krebsforschung, wären wir schon früher darauf gekommen, medizinische Recherchen als „Untersuchung der Auswirkungen von Chemtrails auf den Organismus“ zu vermarkten! Wie sehr könnten alle möglichen Disziplinen florieren, würden sie ganz nebenbei den Nachweis suchen, dass die Mondlandung nur inszeniert war! Auch Klimaleugner, Impfgegner und Alienflüsterer könnten sicher zu innovativen Projekten beitragen. Nur die Anhänger der Fraktion „Elvis lebt, Lady Diana auch, und Falco sowieso!“ dürften nicht mehr zu mobilisieren sein: Denn wären ihre Helden noch am Leben, die geheime Weltregierung hätte sie mit ihrer Gesichtserkennungssoftware längst gefunden. (kanu)

Reaktionen an:katrin.nussmayr@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.11.2017)

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