Was den Schwindel mit dem Establishment so attraktiv macht

Nach dem Verlust der Glaubwürdigkeit der politischen Führungen in Demokratien täuschen Insider vor, sie seien Außenseiter. Wähler fallen bereitwillig darauf herein.

Donald Trump tut es, auch die neue britische Premierministerin, Theresa May, tat es bei ihrer Antrittsrede. Norbert Hofer tut es, sogar Alexander Van der Bellen möchte es gern tun, Heinz-Christian Strache tut es sowieso: Sie alle gerieren sich als Gegner des Establishments und der Eliten. Sie alle verwenden die Begriffe quasi als Schimpfwort. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.09.2016)

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