Europa und die Flüchtlinge: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

Es fehlen einerseits der Wille und die Mittel, um weltpolitisch einzugreifen. Andererseits herrscht in den einzelnen Ländern, auch in Österreich, peinlicher Kleingeist.

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie wichtig ein starkes und geeintes Europa wäre, dann ist es der Strom an Flüchtlingen, der Europa derzeit erreicht. Afrika und der Nahe Osten sind quasi der Hinterhof Europas und überall dort finden seit einigen Jahren fürchterliche Tragödien statt. Mit hunderttausenden Toten und Millionen an Flüchtlingen. Weder die EU noch die europäischen Großmächte wollen beziehungsweise können überhaupt eingreifen. Nicht einmal die Durchsetzung von Schutzzonen für Flüchtlinge zum Beispiel in Libyen oder Syrien steht zur Diskussion oder wäre militärisch machbar. Lieber ließe man in bewährter Manier die USA eingreifen und kritisierte diese dann aus der ersten Reihe fußfrei.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2015)

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