Kunstländermatch in Venedig: Ein Totenschiff kann nicht Kunst sein

Das Wrack eines Flüchtlingsschiffs bei der Biennale von Venedig: Starke Ansage oder doch berechnender und geschmackloser Betroffenheitskitsch?

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„Sehschlacht am Canal Grande“ nannte Alfred Schmeller, Kunstessayist und von 1969 bis 1979 Direktor des Wiener 20er-Hauses, die 1895 gegründete Urmutter aller Biennalen. Allein in der Eröffnungswoche, die vom Juni auf die wettermäßig nicht immer wonnige erste Maiwoche verlegt wurde, feiern und befeuern 40.000 Schlachtenbummler – Künstler, Sammler, Museumsdirektoren, Kuratoren, Galeristen sowie 5200 Berichterstatter aus aller Welt – dieses Kunstländermatch in der Lagunenstadt, von der Claude Monet einst ehrfürchtig gemeint hat, sie sei zu schön, um gemalt zu werden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2019)

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