Wer also stieß die schreiende Schwangere wirklich aus dem Zug?

Die Asylwerber aus dem Servitenkloster sind wieder frei. Was bleibt, ist Unbehagen: wie schnell das mit ihrer Verleumdung gegangen ist. Und wie folgenlos es blieb.

Acht Gefängnismonate sind also jetzt vorbei. Am Ende der acht Monate stand eine Staatsanwältin, die einen Antrag auf Enthaftung stellte, weil eine noch längere Untersuchungshaft unverhältnismäßig sei. Eine Richterin, die sagte, mit dem vorliegenden Akt könne sie „nicht arbeiten“. Anwälte, die über Schlamperei, Fehler und falsche Übersetzungen in den Vernehmungsprotokollen klagen. Wenn dieser Prozess fortgesetzt wird, wird allenfalls noch darüber geredet, wer wem ein Döner Kebab bezahlt, und wer wen im Railjet von Budapest nach Wien begleitet hat.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2014)

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