Grammatik du bei Yoda gelernt hast

Manche Dinge, die im Film passieren, haben auch in der Realität ihren Reiz.

Grammatik Yoda gelernt hast
Grammatik Yoda gelernt hast
Yoda – (c) AP

Man denke nur an die Fähigkeit der Jedi Ritter aus den „Krieg der Sterne“-Filmen, mit einer einzigen Handbewegung Gegenstände zu bewegen oder Türen zu öffnen. Allein – in der Realität können wir uns auf einen hohen Midi-Chlorianer-Wert, der es erlaubt, mit der Macht in Kontakt zu treten, nicht wirklich verlassen. Und so braucht es eben ein bisschen Nachhilfe. Etwa in Form von automatischen Schiebetüren. Sie werden nicht glauben, wie mächtig man sich fühlt, wenn man vor dem Betreten einer Bankfiliale eine dezente Wischbewegung mit der rechten Hand macht – und sich plötzlich der Eingang wie auf Befehl öffnet. Ein bisschen nerdig, stimmt schon. Aber macht trotzdem Spaß.

Weniger Beispiel sollte man sich hingegen an der Sprache der Jedi-Ritter nehmen, zumindest nicht an der von Meister Yoda, der ein wenig dazu neigt, die einzelnen Satzbausteine wild durcheinander zu mischen. „Grammatik du bei Yoda gelernt hast“ wäre in einem solchen Fall wohl die passende Antwort eines Lehrers auf derartige Fehler bei der Deutschschularbeit. „Dunkel die andere Seite ist“, wie es der kleine Jedi-Meister gerne zu sagen pflegte, verdient wiederum eher die mütterliche Antwort: „Sei still, Yoda, und iss endlich deinen Toast.“

Manche Dinge aus dem „Star Wars“-Universum erschließen sich allerdings nur in der englischen Originalvariante. So lautet der traditionelle Abschiedsgruß der Jedi – „Möge die Macht mit dir sein.“ – dann „May the Force be with you!“ Ein Spruch, der einst von einem unbedarften Simultanübersetzer ein wenig falsch verstanden worden sein dürfte. Er schloss mit den Worten: „Am vierten Mai bei dir sein!“


erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2010)

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