Bauboom sorgt bei S-Bahn für Verspätungen

Zahlreiche Sanierungen in der Ostregion werden heuer für Verspätungen sorgen.

(c) APA (Robert Jäger)

WIEN (stu). „Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles.“ An diese Worte des Lyrikers Rainer Maria Rilke werden ÖBB-Passagiere 2009 öfters denken. In der Ostregion stehen dringende Bauarbeiten an, die für massive Verspätungen im Zugsverkehr sorgen werden; daneben gab es am Freitag Neuigkeiten zur Bahnhofscity, dem neuen Stadtteil beim künftigen Hauptbahnhof.

Die Details:
•Südbahnhof wird gesperrt. Die größte Änderung, die allerdings erst am 12. Dezember 2009 eintritt: Der Südbahnhof wird gesperrt, weil auf dem Areal die Arbeiten für den Hauptbahnhof beginnen. Mit der Sperre wird der Bahnhof Wien-Meidling die Aufgaben des Südbahnhofs im Bereich der Fernverkehrszüge übernehmen; auf der Höhe der Schweizergartenstraße wird beim Südbahnhof ein provisorischer Ostbahnhof errichtet. Von dort aus werden die Züge über die S-Bahn-Stammstrecke nach Wien-Meidling geleitet.


•Wien-Meidling. Bevor der Bahnhof Wien-Meidling die Funktion des Südbahnhofs übernimmt, soll die laufende Sanierung abgeschlossen (Bahnsteige und Gleise) sowie eine 1300 m2 große Aufenthaltshalle errichtet sein. Dabei kommt es zu Bahnsteigssperren an Wochenenden, die in Kürze beginnen. Insgesamt sollen die Arbeiten Ende 2009 abgeschlossen sein.


Massive Verspätungen bei S-Bahn. Der Juli bringt einen 15-Minuten-Takt zwischen Praterstern und Floridsdorf, weil die Strecke wegen Bauarbeiten nur eingleisig befahrbar ist. Mit Verspätungen von mehr als zehn Minuten ist auch auf folgenden Strecken zu rechnen: Praterkai-Lobau (April), Liesing (zweite Jahreshälfte); Penzing (Oktober), Hütteldorf-St. Veit (Oktober); Bahnhof Rekawinkel (Mai); Nußdorf-Klosterneuburg Weidling (Juli bis August).

 

Wettbewerb für ÖBB-Zentrale

Mit Freitag startete der Architektur-Wettbewerb für die neue ÖBB-Konzernzentrale, die vom nördlichen auf den südlichen Vorplatz des künftigen Hauptbahnhofs verlegt wurde. Die Änderung hätte ökonomische Gründe gehabt, weil die nördliche Fläche beim Verkauf mehr Geld bringe, dementierten die ÖBB Gerüchte, dass mit der Änderung die EU-weite Ausschreibung für die ursprünglich geplante Bahnhofscity umgangen werden soll. Für die Vermarktung des nördlichen Areals wird nun ein Partner gesucht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2009)

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