Polizei rüstet für Terror-Abwehr auf

Das Innenministerium kauft Sturmgewehre, Hubschrauber, gepanzerte Fahrzeuge und Splitterschutzwesten im "zweistelligen Millionenbereich".

Mittelfristig soll jeder der 1500 Funkstreifen ein Sturmgewehr griffbereit haben.
Mittelfristig soll jeder der 1500 Funkstreifen ein Sturmgewehr griffbereit haben.
Mittelfristig soll jeder der 1500 Funkstreifen ein Sturmgewehr griffbereit haben. – APA/GEORG HOCHMUTH

Innenminister Wolfgang Sobotka will die Polizei besser für den Ernstfall ausstatten: Nicht nur Sondereinheiten sondern auch Streifenpolizisten sollen für den Anti-Terror-Kampf vorbereitet sein, berichtet der "Kurier". Die Polizei bekommt daher 550 neue Sturmgewehre, 6500 ballistische Einsatzhelme, 750 Splitterschutzwesten und vier weitere Hubschrauber.

Denn bei einer Terrorattacke stünden die heimischen Funkstreifen gut ausgerüsteten Terroristen derzeit relativ schutzlos gegenüber. Bis Spezialeinheiten wie Cobra oder Wega vor Ort seien, könnte es selbst in den Städten bis zu einer halben Stunde dauern. Daher solle mittelfristig sogar jeder der 1500 Funkstreifen ein Sturmgewehr griffbereit haben, heißt es im "Kurier".

Auch die Spezialeinheiten sollen schneller agieren können. Dafür dienten die vier neuen Hubschrauber sowie 16 gepanzerte Fahrzeuge.

Auch für Einsätze gegen gewaltbereite Straftäter

Die Kosten für die neue Ausrüstung wurden nicht genau beziffert. Beim Gesamtvolumen handle es sich um einen "hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag", sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck. Geschnürt wurde das Sicherheitspaket in Reaktion auf den Anschlag auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" in Paris.

Erste Ausrüstungsgegenstände - zum Beispiel Sturmgewehre - würden bereits in den kommenden Wochen ausgeliefert, die Panzer Fahrzeuge im kommenden Jahr. Andere Beschaffungsvorgänge dauern über 2017 hinaus, zum Beispiel jene der Hubschrauber.

Ausrüstungsgegenstände wie ballistische Helme sollen auch bei Einsätzen gegen andere gewaltbereite Straftäter zur Verfügung stehen. Die Tageszeitung erinnerte an einen Supermarkt-Überfall im Juli in Wien, bei dem der Täter auf zwei Polizisten gefeuert und einen von ihnen durch einen Kopfschuss tödlich verletzt hatte. Für die Streifenpolizisten seien keine Helme zur Verfügung gestanden.

(APA)

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