Arabische und jüdische Urlauber: Zwei Welten im Pinzgau

Im Pinzgau setzt der eine Ort auf arabische Touristen – der andere daneben auf jüdische Gäste. Beim Wandern begegnen einander die beiden Gruppen. Noch: Denn das Burkaverbot könnte Zell am See Gäste kosten. Zwei Lokalaugenscheine.

Arabische Touristen in Zell am See.
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Arabische Touristen in Zell am See.
Arabische Touristen in Zell am See. – Clemens Fabry / Die Presse

Manchmal trennen wenige Kilometer ganze Welten. In den Skiorten im Pinzgau (Salzburg) versucht man den Sommertourismus anzukurbeln, indem man sich auf gewisse Zielgruppen spezialisiert. In Zell am See sind das arabische Touristen. Die Gästezimmer sind mit Koran und Gebetsteppich ausgestattet, das Essen ist halal.

Nur wenige Kilometer weiter, in Hinterglemm, soll das Essen möglichst koscher sein. Dort gilt statt dem Koran die Tora. Nachdem sich ein Wellnesshotel im Familienbesitz auf internationale jüdisch-orthodoxe Gäste spezialisierte, hat nun ein zweites großes Haus im Nachbarort Kaprun aufgesperrt. Dazu gibt es immer wieder jüdische Pop-up-Hotels und vermehrt koschere Produkte im Supermarkt. Kurz: Auch Juden sind für die Region eine immer größer werdende Zielgruppe.

Bei beliebten Ausflugszielen begegnen sich dann die beiden historisch nicht unbedingt wohlgesinnten Gruppen. Noch: Denn das ab Oktober geltende Verhüllungsverbot könnte Zell am See Gäste kosten. Porträts von zwei sehr ähnlichen, aber doch ganz unterschiedlichen benachbarten Orten.

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