Pflege: „Seit zwei, drei Jahren wird es schon eng“

Noch können acht von zehn Menschen mit Pflegebedarf zu Hause leben, auch dank mobiler Dienste. Aber bereits jetzt werden da die Kapazitäten knapp. Wie flexible Pflege im trauten Heim funktioniert, wie sie Selbstbestimmung mit über 90 Jahren erlaubt – und wie sie für die Zukunft gesichert werden kann.

Erich Lisy, 91, wird mehrmals pro Woche von mobilen Helfern betreut: Diplom-Kräfte versorgen seine chronischen Wunden, Heimhilfen unterstützen etwa im Haushalt. Hier zu Besuch: Evelyn Haas, Pflegeleiterin in Herrn Lisys Rayon.
Erich Lisy, 91, wird mehrmals pro Woche von mobilen Helfern betreut: Diplom-Kräfte versorgen seine chronischen Wunden, Heimhilfen unterstützen etwa im Haushalt. Hier zu Besuch: Evelyn Haas, Pflegeleiterin in Herrn Lisys Rayon.
Erich Lisy, 91, wird mehrmals pro Woche von mobilen Helfern betreut: Diplom-Kräfte versorgen seine chronischen Wunden, Heimhilfen unterstützen etwa im Haushalt. Hier zu Besuch: Evelyn Haas, Pflegeleiterin in Herrn Lisys Rayon. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Herr Lisy kennt sich aus mit der Pflege. „I kennt' Ihnen wos dazöhn“, sagt der alte Herr, „ein Wahnsinn, was sich abspielt.“ Schließlich hat er – im Jänner ist er 91 Jahre alt geworden, aber man würde ihm ein jüngeres Alter glauben – in den vergangenen Jahren einiges miterlebt. Bis vor neun Jahren hat er, damals also um die Achtzig, jahrelang seine Frau gepflegt. „Ich hab sie getragen, gehoben, gewaschen, alles“, sagt Erich Lisy. Mobile Unterstützung, wie er sie heute hat, gab es damals nicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.04.2019)

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