Die Kartage im Vatikan

Papst Franziskus im Liturgie-Dauereinsatz

Gemeinsam mit Tausenden Gläubigen und Pilgern hat Papst Franziskus im Petersdom die Osternacht gefeiert. Höhepunkt am Ostersonntag ist der Segen "Urbi et Orbi", der in zahlreichen Ländern live übertragen wird.

Vor Zehntausenden Gläubigen und Touristen hat am Sonntag die Ostermesse mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom begonnen.

Reuters

Der Pontifex erreichte den Petersplatz, auf dem sich schon seit dem frühen Morgen eine riesige Menschenmenge versammelt hatte, und grüßte die Pilger.

Reuters

In der Nacht zuvor hatte Franziskus im Dom die Osterwache gefeiert. Die Liturgie begann im Atrium des Petersdoms mit der Weihe des Osterfeuers, mit dem dann die Osterkerze entzündet wurde.

APA/AFP/VINCENZO PINTO

Beim Einzug in den noch dunklen Dom wurden dann zum lateinischen Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) die Kerzen der Priester und dann die aller Gläubigen entzündet. Anschließend zog der Papst in einer langen Prozession mit Kardinälen und Bischöfen in die Kirche ein. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird.

 

REUTERS

Der Papst taufte ist er Osternacht acht Erwachsene aus fünf verschiedenen Ländern.

Reuters

Am Karfreitag wurde der Kreuzigung Jesu gedacht. Papst Franziskus leitete am Abend die Liturgiefeier im Petersdom, die mit einem stillen Einzug und der "Prostratio", der "Niederwerfung" beginnt.

(c) APA/AFP/POOL/TIZIANA FABI (TIZIANA FABI)

Der Papst - in den Kirchen weltweit die jeweiligen Priester - legt sich auf den Boden - eine starke Geste der Demut, des Gebets und der Trauer angesichts des Todes von Jesus Christus.

(c) REUTERS (POOL)

Es ist dem Anlass entsprechend die ruhigste und nüchternste Zeremonie der katholischen Kirche im Jahr. Die Johannes-Passion wird gelesen oder gesungen, in der die letzten Stunden Jesus Christus erneut erzählt wird.

(c) APA/AFP/TIZIANA FABI (TIZIANA FABI)

Danach folgt die Kreuzverehrung, bei der Priester und Gläubige kurz vor dem Kreuz verweilen oder eine Kniebeuge machen - in manchen Pfarren ist es üblich, eine Blume niederzulegen.

(c) APA/AFP/TIZIANA FABI (TIZIANA FABI)

Hierzulande schon am Nachmittag zur überlieferten Sterbestunde Jesu üblich, im Vatikan erst nach der Liturgie im Petersdom: der Kreuzweg am Karfreitag. In Rom findet dieser traditionellerweise beim Kolosseum statt.

(c) APA/AFP/VINCENZO PINTO (VINCENZO PINTO)

Die traditionelle Zeremonie im Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi vor 2000 Jahren, ein Höhepunkt im Osterprogramm, lief im Schein vieler Fackeln auf der sogenannten Via Crucis vor dem Kolosseum ab. Der Papst nahm betend an der Feier teil.

(c) APA/AFP/ANDREAS SOLARO (ANDREAS SOLARO)

Franziskus folgte der Zeremonie von einem Pavillon auf dem Palatin-Hügel aus. Zum Abschluss des Kreuzwegs gedachte der Papst der Migranten, die wegen "politischen Kalküls" die Tore geschlossen vorfänden. In seinem Gebet sprach der Heilige Vater auch von der Plage der Pädophilie und beklagte dabei das Leiden der Kinder, die in ihrer "Unschuld und Reinheit" verletzt werden. Der Pontifex sprach auch von der katholischen Kirche, die oft von inneren Spaltungen geplagt sei und von außen angegriffen werde.

(c) REUTERS (POOL)

Der Gründonnerstag begann für Papst Franziskus am Vormittag mit der Chrisammesse im Petersdom. Bei dem Gottesdienst segnet der Papst die heiligen Öle, die das Jahr über bei den heiligen Sakramenten zum Einsatz kommen.

(c) APA/AFP/VINCENZO PINTO (VINCENZO PINTO)

Dabei anwesend wie fast immer im Vatikan: zahlreiche Bischöfe, Kardinäle und Priester. Zugleich erneuerten im Petersdom mehrere tausend Priester die Versprechen, die sie bei ihrer Weihe gegeben hatten. Die liturgische Farbe ist hier leicht zu erkennen - am Gründonnerstag tragen die Priester weiß. Woher das "Grün" im Gründonnerstag kommt, dafür gibt es unterschiedliche Theorien und ist nicht eindeutig geklärt.

(c) REUTERS (REMO CASILLI)

Am Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls von Jesus und seinen Jüngern gedacht. Er offenbart seinen Begleitern, dass einer von ihnen ihn verraten wird. Es ist der Vorabend der Kreuzigung und wenig später ist es Judas Ischariot, einer der Apostel, der Jesus nach dem Abendmahl im Garten Gethsemane an die Römer ausliefert.

(c) REUTERS (REMO CASILLI)

Am Gründonnerstag ist auch Tag der Fußwaschung. Am Vorabend seines Kreuzestodes wusch Jesus Christus während des letzten Abendmahls seinen Jüngern die Füße und trocknete sie mit dem Tuch. Papst Franziskus feierte die eigentliche Gründonnerstags-Messe in einem großen Gefängnis in Rom, wo er Häftlingen die Füße wusch. Er wurde mit großem Applaus empfangen.

(c) REUTERS (VATICAN MEDIA)

Bei der Messe hob er die Bedeutung des Dienens hervor. "Jeder soll dem Nächsten dienen", sagte der Papst. Er bedankte sich für einen Brief, den er von einigen aus dem Gefängnis in den vergangenen Tagen erhalten hatte.

(c) APA/AFP/VATICAN MEDIA/HANDOUT (HANDOUT)

Mittwoch in der Osterwoche, das ist kein spezieller katholischer Feiertag. Mittwoch ist im Vatikan traditionell der Tag der Generalaudienz und das ist auch in der Karwoche so. Papst Franziskus traf auf dem Petersplatz dieses Mal auch die junge Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Thunberg und Papst Franziskus teilen das gemeinsame Interesse für den Klimaschutz. Während die junge Schwedin für ihre Schulstreiks für das Klima bekannt ist, gibt der Papst immer wieder Appelle für Umweltschutz ab. Der Pontifex hatte im Jahr 2015 mit "Laudato Si" eine Enzyklika zu Umweltfragen veröffentlicht.

(c) REUTERS (VATICAN MEDIA)
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Vor Zehntausenden Gläubigen und Touristen hat am Sonntag die Ostermesse mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom begonnen.

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Der Pontifex erreichte den Petersplatz, auf dem sich schon seit dem frühen Morgen eine riesige Menschenmenge versammelt hatte, und grüßte die Pilger.

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In der Nacht zuvor hatte Franziskus im Dom die Osterwache gefeiert. Die Liturgie begann im Atrium des Petersdoms mit der Weihe des Osterfeuers, mit dem dann die Osterkerze entzündet wurde.

APA/AFP/VINCENZO PINTO

Beim Einzug in den noch dunklen Dom wurden dann zum lateinischen Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) die Kerzen der Priester und dann die aller Gläubigen entzündet. Anschließend zog der Papst in einer langen Prozession mit Kardinälen und Bischöfen in die Kirche ein. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird.

 

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Der Papst taufte ist er Osternacht acht Erwachsene aus fünf verschiedenen Ländern.

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Am Karfreitag wurde der Kreuzigung Jesu gedacht. Papst Franziskus leitete am Abend die Liturgiefeier im Petersdom, die mit einem stillen Einzug und der "Prostratio", der "Niederwerfung" beginnt.

(c) APA/AFP/POOL/TIZIANA FABI (TIZIANA FABI)

Der Papst - in den Kirchen weltweit die jeweiligen Priester - legt sich auf den Boden - eine starke Geste der Demut, des Gebets und der Trauer angesichts des Todes von Jesus Christus.

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Es ist dem Anlass entsprechend die ruhigste und nüchternste Zeremonie der katholischen Kirche im Jahr. Die Johannes-Passion wird gelesen oder gesungen, in der die letzten Stunden Jesus Christus erneut erzählt wird.

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Danach folgt die Kreuzverehrung, bei der Priester und Gläubige kurz vor dem Kreuz verweilen oder eine Kniebeuge machen - in manchen Pfarren ist es üblich, eine Blume niederzulegen.

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Hierzulande schon am Nachmittag zur überlieferten Sterbestunde Jesu üblich, im Vatikan erst nach der Liturgie im Petersdom: der Kreuzweg am Karfreitag. In Rom findet dieser traditionellerweise beim Kolosseum statt.

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Die traditionelle Zeremonie im Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi vor 2000 Jahren, ein Höhepunkt im Osterprogramm, lief im Schein vieler Fackeln auf der sogenannten Via Crucis vor dem Kolosseum ab. Der Papst nahm betend an der Feier teil.

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Franziskus folgte der Zeremonie von einem Pavillon auf dem Palatin-Hügel aus. Zum Abschluss des Kreuzwegs gedachte der Papst der Migranten, die wegen "politischen Kalküls" die Tore geschlossen vorfänden. In seinem Gebet sprach der Heilige Vater auch von der Plage der Pädophilie und beklagte dabei das Leiden der Kinder, die in ihrer "Unschuld und Reinheit" verletzt werden. Der Pontifex sprach auch von der katholischen Kirche, die oft von inneren Spaltungen geplagt sei und von außen angegriffen werde.

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Der Gründonnerstag begann für Papst Franziskus am Vormittag mit der Chrisammesse im Petersdom. Bei dem Gottesdienst segnet der Papst die heiligen Öle, die das Jahr über bei den heiligen Sakramenten zum Einsatz kommen.

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Dabei anwesend wie fast immer im Vatikan: zahlreiche Bischöfe, Kardinäle und Priester. Zugleich erneuerten im Petersdom mehrere tausend Priester die Versprechen, die sie bei ihrer Weihe gegeben hatten. Die liturgische Farbe ist hier leicht zu erkennen - am Gründonnerstag tragen die Priester weiß. Woher das "Grün" im Gründonnerstag kommt, dafür gibt es unterschiedliche Theorien und ist nicht eindeutig geklärt.

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Am Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls von Jesus und seinen Jüngern gedacht. Er offenbart seinen Begleitern, dass einer von ihnen ihn verraten wird. Es ist der Vorabend der Kreuzigung und wenig später ist es Judas Ischariot, einer der Apostel, der Jesus nach dem Abendmahl im Garten Gethsemane an die Römer ausliefert.

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Am Gründonnerstag ist auch Tag der Fußwaschung. Am Vorabend seines Kreuzestodes wusch Jesus Christus während des letzten Abendmahls seinen Jüngern die Füße und trocknete sie mit dem Tuch. Papst Franziskus feierte die eigentliche Gründonnerstags-Messe in einem großen Gefängnis in Rom, wo er Häftlingen die Füße wusch. Er wurde mit großem Applaus empfangen.

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Bei der Messe hob er die Bedeutung des Dienens hervor. "Jeder soll dem Nächsten dienen", sagte der Papst. Er bedankte sich für einen Brief, den er von einigen aus dem Gefängnis in den vergangenen Tagen erhalten hatte.

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Mittwoch in der Osterwoche, das ist kein spezieller katholischer Feiertag. Mittwoch ist im Vatikan traditionell der Tag der Generalaudienz und das ist auch in der Karwoche so. Papst Franziskus traf auf dem Petersplatz dieses Mal auch die junge Klima-Aktivistin Greta Thunberg.

Thunberg und Papst Franziskus teilen das gemeinsame Interesse für den Klimaschutz. Während die junge Schwedin für ihre Schulstreiks für das Klima bekannt ist, gibt der Papst immer wieder Appelle für Umweltschutz ab. Der Pontifex hatte im Jahr 2015 mit "Laudato Si" eine Enzyklika zu Umweltfragen veröffentlicht.

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