Essen aus der Flasche: Deutscher bietet "Fleischwasser" an

Mit seiner Erfindung wird Till Krautkrämer wohl nur begrenzt Erfolg haben: Er bietet Wiener Schnitzel, Pizza oder Cheese Burger zum Trinken an. Ganz ernst gemeint ist sein Produkt offenbar nicht.

Fleischwasser von Till Krautkrämer
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Fleischwasser von Till Krautkrämer
(c) www.dinnerinabottle.com

In der Hektik der heutigen Tage hat doch niemand mehr Zeit für ein ordentliches Essen - was liegt da näher, als Nahrung in flüssiger Form zu sich zu nehmen, wie es auch die Astronauten tun? Das scheint sich der New Yorker Künstler Till Krautkrämer gedacht zu haben. Der gebürtige Deutsche stellt auf seiner Homepage eine ganze Produktpalette seiner Idee "Meatwater" ("Fleischwasser") vor, und die 30 Geschmacksrichtungen lassen nichts zu wünschen übrig: Das Angebot reicht vom Frühstücksomelett über Beef Stroganoff und Cheese Burger bis hin zu ungarischem Gulasch und Wiener Schnitzel - alles, was ein durstiger Fleischfresser begehren kann, so der Text auf der Homepage.

Die Homepage versucht über weite Strecken, den Eindruck von Seriösität aufrecht zu erhalten. Unter der Kategorie "Facts" erklärt Krautkrämer Länge mal Breite das Geheimnis des "Meatwater Proteins", das aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff geformt sei - so wie jedes andere Protein auch. "Ja, wir von Meatwater haben eine spezielle Beziehung zu unseren Proteinen", heißt es auf der Homepage. Nach einer Belehrung über den Wert der Amino-Säuren, die angeblich in den Getränken enthalten sein sollen, empfiehlt der Text: "Gehen Sie langsam, laufen Sie nicht und putzen Sie Ihre Zähne, bevor Sie ins Bett gehen!"

In einem Pressetext empfiehlt der Hersteller letztlich auch, sich nicht nur von dem "Fleischwasser" zu ernähren. Außerdem: "Angesichts der hohen Qualität unserer Produkte ist es unwahrscheinlich, dass sich ein durchschnittlicher Mensch eine Ernährung nur mit Meatwater leisten kann." Immerhin kostet eine Flasche 15 Dollar aufwärts.

(Bernhard Lichtenberger)

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