Krankenhaus Wien-Nord: Grundstein für Rohbau gelegt

Für Ende 2015 ist bereits die Teilinbetriebnahme für das neue Krankenhaus auf dem ehemaligen ÖBB-Areal in der Brünner Straße geplant. Die Stadt spricht vom "modernsten Krankenhaus Europas".

GRUNDSTEINLEGUNG AM BAUFELD KRANKENHAUS NORD: HAeUPL / WHESLEY
GRUNDSTEINLEGUNG AM BAUFELD KRANKENHAUS NORD: HAeUPL / WHESLEY
APA/DOMINIQUE WITTMANN

Die Bauarbeiten für das neue Krankenhaus Wien-Nord, auf dem ehemaligen ÖBB-Areal in der Brünner Straße, schreiten zügig voran: Bei spätsommerlich-warmen Temperaturen hat Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) am Dienstag den Grundstein für den Rohbau des Spitals gelegt. Symbolisch wurde dazu - bei Grundsteinlegungen üblich - die Bauurkunde in eine Rolle verpackt, die danach in einem quadratischen Stein am Grund des künftigen Spital-Hauptgebäudes zugespachtelt wurde. Das Krankenhaus-Nord soll bereits Ende 2015 seinen Teilbetrieb aufnehmen, hieß es.

"Der Neubau des Krankenhauses Nord ist das Herzstück der Spitalsreform", sagte Häupl. Im Zuge des Wiener Spitalskonzepts 2030 sollen sieben zentrale Spitalsorganisationen entstehen, die künftig mit modernster Infrastruktur die bestmögliche medizinische Versorgung in der Bundeshauptstadt sicherstellen sollen:

  • Das AKH Wien
  • Das Donauspital
  • Das Wilhelminenspital
  • Das Krankenhaus Hietzing
  • Das Kaiser-Franz-Josef-Spital
  • Die Rudolfstiftung
  • Das neu gebaute Krankenhaus Wien-Nord.

"Investieren uns aus Krise heraus"

Abseits der medizinischen Versorgung stehe das neue Krankenhaus auch für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum: "Wir investieren uns aus der Krise heraus", unterstrich der Bürgermeister die städtischen Bemühungen, trotz "massiver Einnahmeneinbrüche" in den vergangenen drei Jahren, die Krise als Chance für eine Weiterentwicklung - gerade im Gesundheitsbereich und in der Bildung - zu sehen.

Künftig sollen in dem neuen Krankenhaus Wien-Nord pro Jahr 40.000 Menschen stationär und rund 250.000 Personen ambulant versorgt werden. Es werde von einer komplett neuen Betriebsstruktur profitieren: "In diesem riesigen Infrastrukturprojekt waren die Mitarbeiter von Anfang an am Bau beteiligt. Ihr Know-how für höchste Qualität für Patienten und Mitarbeiter ist dabei genutzt worden", verkündete Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), die vom "modernsten Krankenhaus Europas" spricht.

Gesamtkosten: 825 Mio. Euro

Gegen halb zwölf Uhr mittags war es dann so weit: Am Baugrund des zukünftigen Spital-Hauptgebäudes legte Häupl die Bauurkunde in einen quadratischen Stein. Die Finger schmutzig machen mussten sich aber andere: So griffen unter anderem Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ), Krankenanstaltenverbund-Generaldirektor Wilhelm Marhold, Architekt Albert Wimmer und die Gesundheitsstadträtin zur Spachtel und verschlossen den Stein.

Das Krankenhaus Wien-Nord wird über rund 800 Betten verfügen. Im neuen Spital werden laut der Wiener Spitälerverwaltung Ein- und Zwei-Bett-Zimmer zum Standard gehören. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 825 Mio. Euro.

(APA)

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