Mariahilfer Straße: Fußgängerzone bleibt

53,2 Prozent der Befragten stimmten für die Beibehaltung von Fußgänger- und Begegnungszonen auf der Mariahilfer Straße. Die Mehrheit spricht sich für Querungen für Autos sowie das Radfahren in der Fußgängerzone aus.

MARIAHILFER STRASSE: AUSWERTUNG DER ANRAINERBEFRAGUNG
MARIAHILFER STRASSE: AUSWERTUNG DER ANRAINERBEFRAGUNG
APA/FÜRTHNER / PID

53,2% der abstimmungsberechtigten Wiener haben sich für die Beibehaltung der Verkehrsberuhigung auf der Mariahilfer Straße ausgesprochen. Die Mehrheit der abstimmungsberechtigten Wiener aus den Bezirken Mariahilf und Neubau hat sich damit für die Beibehaltung der Verkehrsberuhigung auf der Mariahilfer Straße ausgesprochen. Klubobmann David Ellensohn sprach von 2000 Stimmen Unterschied.

Die Befürworter stimmten darüber hinaus mehrheitlich für Querungen für den Pkw-Verkehr: 9459 Personen sprachen sich für, 8128 gegen Querungen für Autos über die Mariahilfer Straße aus.

Auch das Radfahren in der Fußgängerzone wird bleiben: 52,9 Prozent stimmten dafür, 47,1% dagegen.

48.642 abstimmungsberechtigten Wiener

Der Rücklauf der Befragung war außergewöhnlich hoch und beträgt 68,1 Prozent. Anders gesagt: Von 48.642 abstimmungsberechtigten Wiener haben 33.122 an der Briefbefragung teilgenommen. 185 Stimmzettel waren nach Angaben des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien ungültig, zwei gefälscht.

Vassilakou bedankt sich für Votum

Die grüne Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou bedankte sich in der ORF-Sendung "Wien heute" für ein "eindeutiges, aber knappes" Votum.  Mitte Mai will sie mit dem Umbau beginnnen und davor Gespräche mit der Wirtschaft führen. Detaillierte Ergebnisse zur Befragung  werden gegen 20 Uhr erwartet.

Auch die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann (SPÖ), zeigte sich in einer ersten Reaktion im Gespräch mit der "Presse" erfreut über das deutliche Ergebnis. "Ich kämpfe seit 2001 für eine Fußgängerzone und bin mir sicher, dass diese Maßnahme sich für die Geschäftsleute und Anrainer positiv auswirken wird."

Was jetzt kommt

Die Anrainerbefragung hat eine Zustimmung für die Beibehaltung der Fußgängerzone im Kern bzw. der Begegnungszonen an den Rändern der Mariahilfer Straße ergeben. Damit wird die Shoppingmeile auf rund 1,6 Kilometern Länge für die kommenden zwei Jahre zur Großbaustelle.

Noch im Frühjahr soll mit dem schrittweisen und mit insgesamt 25 Millionen Euro budgetierten Umbau begonnen werden, für den Herbst des Wien-Wahl-Jahres 2015 ist die Fertigstellung vorgesehen. Konkret wird die "Mahü" zum niveaugleichen Boulevard gemacht und einheitlich gepflastert, die klassische Trennung zwischen Fahrbahn und Gehsteigen verschwindet somit.

Versprochen wurden auch mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wassertische und Kinderspielgeräte. Eine neue Beleuchtung und kostenloses WLAN sollen ebenfalls kommen. Das jetzige Verkehrskonzept inklusive Einbahnregelungen in den umliegenden Straßenzügen, Tempo-30-Zonen in den Durchzugsstraßen sowie neuer 13A-Busroute bleibt wohl ebenfalls bestehen.

(eko/mpm)

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