Wien: 21 Millionen Euro für Umbau der Karlsplatzpassage

Heller, freundlicher und offener sollen ab 2010 die Wiener Karlsplatz- und die Opernpassage werden. Geschäfte werden geräumt, eine 70 Meter lange "Lichtkunstwand" wird installiert. Teilweise kommt es zu einer "Rückentwicklung zu den 50er Jahren".

Die Karlsplatzpassage in Wien.
Die Karlsplatzpassage in Wien.
(c) Clemens Fabry

Es gehe um die Visitenkarte einer Kulturmetropole, meinte Architekt Andreas Gerner. Die Wiener Karlsplatz- und die Opernpassage sollen zur "Kulturpassage" umgebaut werden, in der auf Projektionswänden Kunstprojekte präsentiert und beworben werden. Insgesamt soll die gesamte Passage heller, freundlicher und offener werden, wie Finanzstadträtin Renate Brauner und Planungsstadtrat Rudolf Schicker am Freitag bei der Präsentation des Wettbewerb-Gewinners versicherten.

2010 will man mit den Arbeiten beginnen, Mitte 2011 soll die neue Passage eröffnet werden. Insgesamt investiert die Stadt 21 Millionen Euro netto in das Vorhaben. Die vorhandenen Sozialeinrichtungen wie Streetwork oder Help U blieben dabei im vollen Umfang erhalten, versicherte Brauner.

Das Konzept von Architekt Andreas Gerner sieht vor, die derzeitige Ladenstraße von Geschäften zu räumen und so auf acht Meter zu verbreitern. Statt der Geschäfte sind Ausstellungsflächen vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine 70 Meter lange "Lichtkunstwand" projektiert. Die Geschäftsinhaber, die wegen der Neuplanung ihren Standort verlieren, sollen vom Wirtschaftsförderungsfonds begleitet werden.

 

Keine Angsträume mehr


Auch in den übrigen Arealen der Anlage, die täglich 200.000 Menschen passieren, werde es keine Versteckmöglichkeiten und Angsträume mehr geben, versicherte Gerner. Säulen werden entfernt, teilweise Wände herausgerissen, Liftanlagen verglast und bis an die Oberfläche geführt. Durch "Lichtbrunnen" in der Decke soll Tageslicht in die Passage gelangen.

Im vorderen Bereich, der Opernpassage, soll die Transparenz im Rondell erhöht werden, wobei man sich am Ursprungszustand orientiert. Es gebe eine "Rückentwicklung zu den 50er Jahren", so Schicker. Beispielsweise soll der Bodenbelag der damaligen Zeit zurückkehren.

(APA/Red.)

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