Papiermüll in U-Bahn: Wiener Linien klagen "Österreich"

Weil sich die Fellner-Zeitung nicht an den Reinigungskosten beteiligt, fordern die Wiener Linien insgesamt 241.697 Euro.

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Weggeworfene Zeitungen in den U-Bahnen und auf Bahnsteigen sorgen wieder einmal für Unmut. – (c) Clemens Fabry

Die in den Wiener-Linien-Zügen und auf Bahnsteigen zurückgelassenen Gratisausgaben von Zeitungen sorgen Tag für Tag für viel Papiermüll, der entsorgt werden muss. Im Gegensatz zum Gratisblatt "Heute" hat sich "Österreich" bisher nicht an der Reinigung beteiligt, weswegen die Wiener Linien die Kosten vor dem Handeslgericht Wien einklagen wollen. Das berichtet der "Kurier" am Dienstag. Demnach habe Vizepräsident Alexander Schmidt die Klage auf Anfrage bestätigt.

Dem "Kurier" zufolge geht es um Reinigungskosten für drei Jahre inklusive Zinsen in Höhe von 241.697,60 Euro.

Im Gegenzug soll die Mediengruppe "Österreich" Schadenersatz-Ansprüche in Millionenhöhe gegen die Wiener Linien geltend machen. Die Zeitung von Wolfgang Fellner wirft den Wiener Linien laut "Kurier" Marktmissbrauch vor, weil es in Wiener U-Bahn-Stationen im Gegensatz zu "Heute" keine Entnahmeboxen aufstellen dürfe. Deswegen ist zwischen Österreich und den Wiener Linien bereits seit 2010 ein kartellgerichtlicher Streit im Gange.

Das Kartellverfahren ist laut Oberlandesgericht Wien noch nicht abgeschlossen. In dem "Kurier"-Artikel wollte die Mediengruppe Österreich zum Verfahren keine Stellungnahme abgeben.

>> "Kurier"-Artikel

(Red.)

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