Neue Wiener U-Bahnen: Der "X-Wagen" kommt nach den Silberpfeilen

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So wird sie also aussehen, die neue U-Bahn, die Mitte 2020 ihren Dienst im Wiener U-Bahn-Netz aufnehmen soll. Die Entwürfe wurden am Donnerstag präsentiert. Der Name der neuen Generation - X-Wagen. Er ist, so wie schon die V-Wagen und die Silberpfeile, aus dem Hause Siemens. Die X-Wagen sollen auch schrittweise die Silberpfeile ersetzen.

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Sie können vollautomatisch, also ohne Fahrer, unterwegs sein. Eine Eigenschaft, die sie erst mit Eröffnung der neuen U5 im Jahr 2024 tatsächlich ausspielen werden. Aber schon davor, ab 2020, werden die neuen Züge auf den Linien U1 bis U4 zum Einsatz kommen. Bis 2030 sollen insgesamt 34 Züge ausgeliefert werden.

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Innen unterscheiden sich die neuen U-Bahn-Garnituren klar von den Vorgängern: Die Einstiegsbereiche sind offener, wodurch das Ein- und Aussteigen schneller gehen soll. Die X-Wagen werden zwar weniger Sitzplätze haben als die bisherigen U-Bahn-Züge, dafür fassen sie insgesamt mehr Fahrgäste: 928 nämlich, statt bisher 882.

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Neu angeordnet werden auch die Sitzplätze sein. Zusätzlich zu den gewohnten Quersitzen wird es auch Längs- und Klappsitze geben.

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Sitzplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen werden - wie international mittlerweile üblich - blaue Polsterung bekommen: Damit sind sie besser erkennbar.

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Die neuen U-Bahn-Garnituren sind dank Klapprampen barrierrefreier: Zudem wird es im Inneren mehr Raum für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen geben.

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Auf der U5 werden die X-Wagen vollautomatisch - also ohne Fahrer - unterwegs sein. Ein U-Bahn-Fahrer wird aber - zumindest anfangs - in jeder Garnitur mit dabei sein. Vollautomatische U-Bahn-Züge sind übrigens keine Wiener Eigenheit: 70 bis 80 Prozent der neugefertigten U-Bahnen weltweit können fahrerlos unterwegs sein.

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Bevor die neuen Garnituren in Betrieb gehen, ist der sogenannte V-Wagen der aktuellste Typ in der U-Bahn-Flotte der Wiener Linien.

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Die Züge, die Ende der 1990er Jahre von einem Konsortium von Siemens, Elin und Adtranz entwickelt wurden, sind seit Sommer 2006 im regelmäßigen Einsatz im Wiener U-Bahn-Netz.

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Im Gegensatz zu den älteren Silberpfeilen sind die V-Wagen durchgehend begehbar. Der Innenraum ist etwas breiter, dafür etwas niedriger. Ein Zug ist insgesamt 112 Meter lang und fasst rund 900 Passagiere.

Wiener Linien/Christoph H. Breneis
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Davor und auch bis heute ist es vor allem der Silberpfeil, der das Bild der Wiener U-Bahn prägt. Der Spitzname des Typ U leitet sich von den legendären Mercedes-Rennwagen aus der Formel 1 ab.

Philipp Splechtna
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Type U Auslieferung

1972 wurde der erste Wagen ausgeliefert. Sie wurden bei Simmering-Graz-Pauker in Wien entwickelt.

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1973 wurde die erste Garnitur für Probefahrten durch einen Schacht auf die Gleise der U1 gehoben. Tatsächlich in Echtbetrieb mit Passagieren ging der Silberpfeil am 25. Februar 1978.

(c) APA/WIENER LINIEN (UNBEKANNT)
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Seither sind die Silberpfeile im Einsatz. An ihrem äußeren Erscheinungsbild änderte sich seither kaum etwas - in der Regel sind drei Doppeltriebwagen mit je 36,8 Metern Länge auf der Strecke unterwegs - mit 294 Sitz- und 546 Stehplätzen.

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Als die U2 nur zwischen Karlsplatz und Schottenring verkehrt und noch liebevoll "Grottenbahn" genannt wurde, waren dort auch Garnituren mit nur zwei Doppelwagen als Kurzzüge unterwegs. Das fand mit der Verlängerung der U2 Richtung Norden ein Ende.

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Ein bisschen anders sah es auf der Strecke der U6 aus. Auf der Gürtellinie war früher die Stadtbahn unterwegs. Eine Adaptierung der Strecke für die Silberpfeile wäre teuer gekommen - außerdem entschied man sich aus Gründen des Denkmalschutzes (Stichwort Otto Wagner) für eine eigene Lösung.

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U6 Er�ffnung 1989

Statt der alten N1-Stadtbahngarnituren kamen in den 80er Jahren bereits auf der Stadtbahnstrecke neue E6 (Triebwagen) und c6 (Beiwagen) zum Einsatz. Die Type E6 wurde von Lohner gebaut, die Motoren kamen von Rotax. 

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Die charakteristischen Wagen waren in Wien von 1979 bis 2008 in Wien in Betrieb - zunächst als Stadtbahn, ab 1989 als U6. Basis für die Wagen war übrigens der sogenannte Typ Mannheim - eine Fahrzeugreihe, die unter anderem auch bei der Wiener Straßenbahn eingesetzt wurde. Ein großer Unterschied: Bei der U-Bahn gab es Einstiege auf beiden Seiten.

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Die E6 hatten allerdings einen entscheidenden Nachteil - sie waren nicht barrierefrei. Und so wurden von Bombardier neue Niederflurfahrzeuge - Typ T - entwickelt, die die E6 ablösen sollten. Zeitweise waren die alten Garnituren mit einem zwischengeschalteten barrierefreien neuen Wagen unterwegs.

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Bald sollten die alten E6 aber verschwinden. 2008 wurden sie durch die neuen T-Wagen abgelöst. Einige wurden verschrottet, einige dagegen wurden nach Utrecht und Krakau verkauft, wo sie als Straßenbahnen zum Einsatz kamen.

Clemens Fabry
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Ende 1993 fuhr der erste Typ T auf der U6 - bis 2008 noch im Mischbetrieb mit den alten E6, ab dann waren nur noch die Niederflurfahrzeuge auf der Strecke der U6 unterwegs. Und sind es heute noch.

Lichtbildstelle Wiener Linien