Ulli Simas politische Trägerrakete

Seit sie die Agenden der Wiener Linien übernommen hat, hat die Stadträtin das Unternehmen auch als politische Bühne genützt – und die Kommunikation nach außen umgestellt.

In Szene gesetzt: Ulli Sima beherrscht das Spiel mit der Inszenierung, so wie bei einer Testfahrt mit dem selbstfahrenden Elektrobus im Frühjahr 2018.
In Szene gesetzt: Ulli Sima beherrscht das Spiel mit der Inszenierung, so wie bei einer Testfahrt mit dem selbstfahrenden Elektrobus im Frühjahr 2018.
In Szene gesetzt: Ulli Sima beherrscht das Spiel mit der Inszenierung, so wie bei einer Testfahrt mit dem selbstfahrenden Elektrobus im Frühjahr 2018. – (c) Erich Kocina

Die Wiener Linien sind ein dankbares Pflaster für die Politik. Immer wieder gibt es Gelegenheiten, Strecken zu eröffnen, neue Gefährte vorzustellen oder Änderungen in einer Institution vorzustellen, zu der jeder Wiener eine mehr oder weniger enge Beziehung hat. Ulli Sima weiß, wie sie auf dieser Klaviatur spielt.

Seit sie Ende 2015 von Renate Brauner zusätzlich zu Wasser, Abwasser und Müllabfuhr die Verantwortung für den öffentlichen Verkehr übernahm, setzte sie das, was sie schon als Umweltstadträtin mit der MA 48 gemacht hatte, auch mit U-Bahn, Bus und Straßenbahn fort. Statt „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“ heißt es jetzt also, passend zum Essverbot in der U-Bahn, „Tatort Leberkäs“. Und auf Fotos hält sie statt Mistkübel und Besen eben Straßenbahnmodelle oder überdimensionale Jahreskarten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2019)

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