Alice Schwarzer: "Kopftuch ist Flagge des Islamismus"

In ihrem neuen Buch "Die große Verschleierung" warnt die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer vor falscher Toleranz gegenüber Islamisten. Schwarzer fordert ein Kopftuch-Verbot für Schülerinnen in Deutschland.

Alice Schwarzer
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Alice Schwarzer – (c) EPA (Uli deck)

Gerade erst hat Thilo Sarrazin in Deutschland mit seinen Integrations-Thesen für Aufregung gesorgt. Jetzt heizt Alice Schwarzer die Debatte weiter an: Am Donnerstag erscheint ihr Buch „Die große Verschleierung - Für Integration, gegen Islamismus".

Die Frauenrechtlerin fordert unter anderem ein Kopftuchverbot für Schülerinnen in Deutschland. Dies sei eine Chance für Mädchen aus orthodoxen oder gar islamistischen Familien, sich in der Schule frei bewegen zu können und nicht stigmatisiert zu werden, sagte Schwarzer in einem Interview mit "Focus Online" vom Dienstag.

"Skandal, dass schon kleine Mädchen sexualisiert werden"

Das "islamistische Kopftuch", das die Haare von Frauen vollständig verdeckt, grassiert laut Schwarzer in Europa seit Mitte der 1980er-Jahre. "Dieses Kopftuch war von Anfang an auch innerhalb der islamischen Länder nicht nur eine konkrete Behinderung für Frauen, sondern auch das Zeichen, die Flagge des Islamismus", so die Feministin und Journalistin  in dem Interview. Außerdem stehe das Kopftuch für die "Verhüllung der Frau als Sexualobjekt". Schwarzer nannte es einen "Skandal, dass schon kleine Mädchen auf diese Art und Weise sexualisiert werden".

In ihrem Buch vertritt Schwarzer die These, falsche Toleranz der Deutschen habe den Islamismus stark gemacht. Anders als Sarrazin gehe es ihr aber nicht um "die Muslime", sondern um jene Minderheit, die den Islam politisch missbrauche, so Schwarzer.

(Ag./Red.)

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