Strache stemmt sich gegen rechtsradikale Ungarnpartei

30.06.2011 | 12:44 |   (DiePresse.com)

"Das entspricht nicht dem freiheitlichen Geist", sagt FP-Chef Heinz-Christian Strache. Er schließt eine Mitgliedschaft der rechtsextremen ungarischen Jobbik in einer EU-Rechtspartei aus.

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache will nicht mit der rechtsradikalen ungarischen Jobbik-Partei zusammenarbeiten. Ihre Positionen würden "nicht dem freiheitlichen Geist entsprechen", meinte er am Donnerstag. Deshalb lege er großen Wert darauf, dass die in der neuen EU-weiten Rechtspartei "Europäische Allianz für Freiheit" (EAF) vertretene Ungarin Krisztina Morvai kein Mitglied der Jobbik ist.

Sie sei zwar Spitzenkandidatin der Jobbik bei der EU-Wahl im Jahr 2009, sitze aber als unabhängige Abgeordnete im EU-Parlament, betonte Strache. Mit der Jobbik als Partei würde die FPÖ "keinerlei Partnerschaft" eingehen.

In der EAF sieht Strache die Möglichkeit, in "idealer Ergänzung zur Arbeit im EU-Parlament" österreichische Interessen auch außerhalb der Grenzen durchzusetzen. So habe die EAF am Wochenende beschlossen, ein europäisches Volksbegehren gegen den EU-Beitritt der Türkei durchführen zu wollen.

"Europäische Allianz für Freiheit" (EAF)

In der EAF - die im vergangenen Herbst gegründet und mittlerweile vom EU-Parlament als Partei anerkannt wurde - arbeitet der Freiheitliche EU-Abgeordnete Franz Obermayr mit Vertretern des rechtsextremen belgischen Vlaams Belang, der "Schwedendemokraten", den "Bürgern in Wut" aus dem Bremer Landtag sowie der Partei für "Ordnung und Gerechtigkeit" des früheren litauischen Premiers Rolandas Paksas zusammen. Ausbauen will Strache die Zusammenarbeit mit der italienischen Lega Nord und dem französischen Front National.

 

 

(Ag.)

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