Hallstatt: 3500 Jahre alte Exkremente aus dem Bergwerk

Mit modernen DNA-Analysen werden menschliche Hinterlassenschaften aus den Salzminen bei Hallstatt erforscht. Sie erlauben Wissenschaftlern tiefe Einblicke in den Alltag und die Gesundheit der Menschen aus der Bronzezeit.

Probenentnahme von prähistorischen Exkrementen im Salzbergwerk bei Hallstadt.
Probenentnahme von prähistorischen Exkrementen im Salzbergwerk bei Hallstadt.
Probenentnahme von prähistorischen Exkrementen im Salzbergwerk bei Hallstadt. – NHM/Med-Uni Wien

Die Gegend am südlichsten Zipfel Oberösterreichs, nahe der Grenze zur Steiermark, ist der Inbegriff einer Postkartenidylle. Hier schmiegt sich der Hallstätter See an den Fuß des Dachsteingebirges, an seinem Ufer drängen sich holzgetäfelte Häuser, überragt von den zwei Kirchen beider Konfessionen, die sich im Wasser spiegeln. Einheimische findet man nur wenige, Touristen dafür umso mehr.

Es sind jedoch nicht nur Reisende, die nach Hallstatt pilgern, auch für die Archäologie ist die Region ein regelrechtes Mekka. Zu verdanken ist das dem Rohstoff, der seit jeher Menschen an die engen, für die Landwirtschaft völlig ungeeigneten Seeufer gelockt hat: Salz. Bereits in der Bronzezeit wurde es in unterirdischen Bergwerken abgebaut, und seitdem haben sich die Hinterlassenschaften der Bergarbeiter in den Minen erhalten, von der Zeit scheinbar unberührt.

Das ist drin:

  • 3 Minuten
  • 530 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.11.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen