Verfügung der Woche: Luxus und Aldi, das passt nicht zusammen

Joop und Jil Sander tut das Aldi-Ambiente nicht gut.

Joop und Jil Sander tut das Aldi-Ambiente nicht gut.
Joop und Jil Sander tut das Aldi-Ambiente nicht gut.
Joop und Jil Sander tut das Aldi-Ambiente nicht gut. – (c) imago/Manfred Segerer (imago stock&people)

Coty – das ist nicht irgendein Parfum- und Kosmetikkonzern. Seine Produkte sind nicht für jedermann gedacht. Zielpublikum sind Menschen mit einem Faible für Luxus – oder das, was sie dafür halten. Zu Cotys bekanntesten Marken zählen etwa Calvin Klein, Cerruti, Marc Jacobs, David Beckham, Joop und Jil Sander. Allesamt Brands, die für etwas Exklusives stehen, meint jedenfalls Coty. Und deswegen sollen die Parfums dieser Marken nur im passenden Ambiente zu kaufen sein. Und dazu zählt aus Sicht des Konzerns die deutsche Supermarktkette Aldi Süd definitiv nicht.

Umso größer war der Schock, als das Coty-Management erfuhr, dass Jil Sander, Joop und Co. bei Aldi zu Billigpreisen zu finden sind. „Das geht gar nicht!“, entschied der New Yorker Konzern und zog vor Gericht. Mit Erfolg. Sowohl vor dem Landgericht Düsseldorf als auch in Stuttgart erwirkte Coty eine einstweilige Verfügung gegen den Discounter. Auch die Richter fanden, „das für Aldi Süd typische Verkaufsumfeld beeinträchtige das Image dieser Markenparfums“. Da helfe auch nicht, dass Aldi die Düfte von den bei Kunden sehr beliebten Wühltischen verbannt hat und sie in Glasvitrinen präsentiert, so die Richter. Die Parfums würden so zwar vom Rest der Aldi-Ware abgegrenzt, das ändere aber nichts daran, dass Aldi und Joop einfach nicht zueinander passen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2019)

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