Eames: Das Möbel ist die Botschaft

Ray und Charles Eames, transdisziplinär, rundum blickend. Im Vitra Design Museum.

Eingespielt. Seit Anfang der Vierzigerjahre ein Team: Charles und Ray.
Eingespielt. Seit Anfang der Vierzigerjahre ein Team: Charles und Ray.
Eingespielt. Seit Anfang der Vierzigerjahre ein Team: Charles und Ray. – (c) Eames Office LLC

Es gibt immer so einen gemeinsamen Nenner, auf den man sich einigen kann. In der Oper vielleicht die „Zauberflöte“. Im Design vielleicht der Name Eames. Auch, weil er einer ist, den man kennt, wenn man sich nicht auskennt. Die ganz Großen, die Ausnahmeerscheinungen, für die muss man sich nicht interessieren, damit man sie mitbekommt.

Charles und Ray Eames gehören zu den bedeutendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Und zu jenen, die in der Alltagskultur und in der Designrezeption ziemlich deutliche Spuren hinterlassen haben. So markant, dass man das Designerpaar und sein Werk auch ganz ohne runden Geburtstag hätte feiern können. Aber da stand noch der 110. Geburtstag von Charles Eames im Kalender. „An Eames Celebration“ setzte deshalb das Vitra Design Museum in Weil am Rhein an. Vier Ausstellungen gleichzeitig bespielen die unterschiedlichen Häuser am Vitra Design Campus. Und alle zeigen, in verschiedenen Aspekten, wie sehr der Name Eames Einfluss genommen hat, auf die Welt der Dinge. Und auch auf die Gedankenwelt, in der man über die Dinge, wie sie sind und sein sollen, nachdenkt.

Gesammelt. In der Eames Collection stapeln sich auch die Sitzschalen.
Gesammelt. In der Eames Collection stapeln sich auch die Sitzschalen.
Gesammelt. In der Eames Collection stapeln sich auch die Sitzschalen. – (c) Vitra Design Museum

Eine Retrospektive. „Charles & Ray Eames. The Power of Design“ schaut im Haupthaus zurück auf die Mark- und Meilensteine in der Gestaltungsbiografie des Paares. Eine Schau im Feuerwehrhaus dagegen befasst sich mit einem weniger bekannten Output: den 100 Kurzfilmen, die Charles und Ray geschaffen haben. Auch ihrem Leitsatz „Take your pleasure seriously“ geben die kuratorischen Feierlichkeiten Ausstellungsraum: In „Play Parade. Eine Eames-Ausstellung für Kinder“ entdecken die Besucher, wie sehr und in welcher Form sich die Designer mit Spielobjekten auseinandergesetzt haben.

Und da wären noch die Möbelexperimente, denen sich eine Schau im „Schaudepot“ widmet. Denn diese haben Charles, der Architektur studiert hatte, und Ray, die von der Malerei kam, seit Gründung ihres Eames Office 1947 genauso beschäftigt wie Auftragsarbeiten.

„An Eames Celebra­tion“. Noch zu sehen bis 25. 2. 2018 im ­Vitra Design Museum, ­www.design-
museum.de

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