Kostnotiz: Tarocco-Orangen

Farbfeuer.

(c) Clemens Fabry

"Mitte Jänner“ ist Nino Crupis Antwort auf die Frage, ab wann es bei ihm im vierten Wiener Bezirk wieder Tarocco-Orangen gibt (vermutlich leider ohne nostalgisches Einwickelpapier, nachdem sie von familieneigenen Plantagen kommen). Wie ausgeprägt die tizianroten Schlieren im Fruchtfleisch der Tarocco-Orangen sind, hängt von den Temperaturen der letzten Reifephase ab. Wenn man dieser Orangen habhaft wird, legt man sich am besten einen rechtschaffenen Winterblues zurecht, den es sogleich mit Orangen-Fenchel-Salat zu bekämpfen gilt – das Olivenöl dafür sowie schwarze Oliven für die endgültige Sizilianisierung dieses Gerichts gibt es ebenfalls bei Crupi. Potenzieren könnte man diesen ordentlich stimmungsaufhellenden Salat noch mit dem Tarocco-Salz, das Pflanzenzauberin Gertrude Henzl ein paar Gassen weiter aus den Früchten herstellt: Sie mörsert die Schalen in Salz hinein, damit die ätherischen Öle ins Salz übergehen, fügt ein wenig Saft dazu und dörrt das Ganze bei niedrigen Temperaturen. Und wenn man schon bei Henzl ist, deckt man sich am besten auch gleich mit ihrer cremigen Marmelade aus Crupi-Mandarinen ein.

Tarocco-Orangen gibt es jetzt bei Nino Crupi, Margaretenstr. 3, 1040 Wien.
Tarocco-Salz findet man bei Henzls Ernte, Kettenbrückeng. 3, 1040.

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