Im Keller: Chianti Classico

Kleine Weinsensation.

(c) Beigestellt

Kürzlich hat ein Bekannter gemeint: „Dir sind die Geschichten über den Wein wichtiger als der Wein selbst.“ „Selbstverständlich“, habe ich geantwortet, „sonst wäre ich ja Winzer und nicht Schreiber.“ Ich schau mir auch Ridley Scotts kitschige Wein-Lovestory „A Good Year“ immer wieder mit Vergnügen an. Ich hab mir neulich die DVD reingezogen, weil ich zuvor eine Flasche Riecine Chianti Classico 2015 getrunken habe. Das kleine Weingut liegt auf halbem Weg von Florenz nach Siena im Örtchen Gaiole.

Dorthin hat es Anfang der 1970er-Jahre einen Engländer verschlagen, und er hat daraus eine kleine Weinsensation gemacht. Der Önologe Sean O‘Callaghan - übrigens nicht verwandt mit dem berüchtigten IRA-Terroristen gleichen Namens - schuf einen subtilen Wein. Sangiovese mit englischem Akzent quasi, auch wenn das Weingut mittlerweile einer Russin gehört. Das biodynamisch bewirtschaftete Weingut setzt einzig auf Sangiovese. Von John Dunkley, dem Gründer des Weinguts, ist der Satz überliefert: „Erst wenn Baron Philippe de Rothschild Sangiovese pflanzt, wechsle ich zu Cabernet Sauvignon.“

Riecine, Chianti Classico 2015, kostet 18,50 Euro auf www.weinhalle.de

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