Im Keller: Weingut Wachter-Wiesler

Danke, der Urlaub war schön.

Wein
Wein
(c) Julia Stix

„Unverwechselbar“ heißt das Zauberwort. In einer Welt des Einheitsbreis muss man sich vom Rest unterscheiden, differenzieren, wenn’s sein muss, absondern. Da trifft es sich gut, wenn man das gar nicht erst künstlich in die Wege leiten braucht, weil es die Natur von Haus aus so eingefädelt hat. Wie etwa beim Blaufränkisch aus der Region Eisenberg. Wenn man nach längerer Zeit wieder einen Schluck probiert, ist das wie ein schönes Wiedersehen. Beim Béla-Jóska vom Weingut Wachter-Wiesler aus Deutsch-Schützen ist das zumindest so. Beim ­ersten Schluck ist man da fast irritiert. Weil da plötzlich dieser erdige Geschmack auf der Zunge liegt. Unverkennbar Südburgenland. Und der Blaufränkisch Béla-Jóska ist für mich quasi das Musterexemplar.
Das ist ein sehr guter Rotwein, der eigentlich zu jeder Gelegenheit passt. Quasi der VW unter den Blaufränkisch. Zuverlässig, aber nicht überkandidelt.

Der Name Béla-Jóska kommt von den Vätern des ­Erfolgs Adalbert (Béla) Wachter und Josef (Jóska) Wiesler. Josef heiretete Gerda Wachter – und aus zwei Familien wurde ein Weingut – ein unverwechselbares. Mittlerweile liegen die Geschicke in den Händen von Franz Wachter und Sohn Chris­toph. Ihr Blaufränkisch Pfarrweingarten ist ein erfreulicher Kontrapunkt zur gängigen Rotwein-Marmelade. Mineralisch, würzig, ganz feine Beerenfrucht. Nicht opulent, sondern von schlanker Eleganz.

INFO

Weingut Wachter-Wiesler, www.wachter-wiesler.at; Béla-Jóska 07, 9,80 Euro in der Vinothek St. Stephan.

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