Amanshausers Welt: 402 Liechtenstein

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Das ist das Schloss, in dem der Fürst wohnt. Nein, nicht Kafka. Es handelt sich um das Schloss über Vaduz, wo Hans Adam II. residiert – so er anwesend ist – und von wo aus er über 38.000 Staatsbürger herrscht.


Martin Amanshauser
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Als eines der wenigen berühmten Schlösser Europas ist es in großen Teilen unzugänglich für den Tourismus, und deshalb von beträchtlicher Würde. So sieht die Situation aus, wenn man etwas nach hinten zoomt. Vaduz (6.000 Einwohner) ist ein Straßenstädtchen, nicht der größte Ort des Landes, dennoch Hauptort des Fürstentums.Martin Amanshauser
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Über das Finanzgebaren der größten Bank des sechstkleinsten Staats der Erde, der Liechtensteinischen Landesbank, hat der Autor keinerlei Recherchen betrieben. Die Liechtensteiner Steueroasensümpfe sollen unter einer neuen Gesetzeslage trockengelegt werden, und wir nehmen ausschließlich das Beste an. Stellen wir uns hinter dieser Bank ein Institut würdevoller Herren aus dem 19. Jahrhundert vor.Martin Amanshauser
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Die Innenstadt von Vaduz, die kleine Fußgängerzone, gesehen durch eine der Dutzenden Skulpturen, die das Stadtbild zur Zeit prägen. Manche würden sagen, es sind beängstigend viele.Martin Amanshauser
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Diese interessante Ausstopfung findet man im bestens kuratierten Liechtensteiner Landesmuseum im ehemaligen Verweserhaus, an das sich die Schatzkammer mit seinem unauffälligen Prunkstück, einem winzigen Stückchen des Mondes, anschließt. Ein Geschenk der Amerikaner – gute, starke Freunde sind für einen Ministaat unabdingbar.Martin Amanshauser
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Diese Frau trifft man heuer im gleichen Museum an – Devotionalien von Marilyn Monroe aus einer privaten Sammlung. In einem der Hinterräume verbirgt sich allerdings die viel interessantere Ausstellung: „Vom Fräulein zur Frau. Emanzipation in Liechtenstein“.Martin Amanshauser
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Gerade eben hat ein neues Museum seine Pforten geöffnet – die Hilti Art Foundation des Hilti-Familien-Trusts. Die haben zwar ebenfalls zu viel Geld, machen aber im Gegensatz zu den Anlegern in der (Ex?-)Steueroase etwas interessantes daraus. Hier sieht man Presse und Honoratioren bei der Eröffnungs-Pressekonferenz.Martin Amanshauser
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Auf der Landstraße 85 von Schaan findet man den Laden von Peter Demmel (www.demmel.li) – ein erstaunlicher Kaffeeshop. Inhaber Demmel ist ein Einwanderer aus Bayern, und er versteht sein Geschäft. Der junge Kaffeeröster, beliebt, charismatisch und nicht ganz frei von Eitelkeit, hat diese Demmel-Figur am Eingang stehen.Martin Amanshauser
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Politik in einem kleinen Land, wo die Frauenrechte erst spät erkämpft wurden – dieses Plakat erweckt die sonderbare Vorstellung, wie das denn wäre, wenn die Männerphalanx der Gemeindevorsteher durch Frauen abgelöst werden würde. Seit 2015 gibt es allerdings die erst zweite Frau als Vorsteherin.Martin Amanshauser
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Zwei Zeitungen prägen das Land. Das Liechtensteiner Volksblatt gilt als recht konservativ, das Liechtensteiner Vaterland ist dagegen eher rechtskonservativ. Letztere gilt noch vor der österreichischen Kronenzeitung als die reichweitenstärkste Zeitung er Welt – man muss das auf die Einwohnerzahl beziehen und das Kompliment ist in beiden Fällen zweifelhaft.Martin Amanshauser
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Liechtenstein im Nebel – der Blick von Planken, der flächenmäßig größten Gemeinde, die als einzige über keinen Fußballverein verfügt – für ein champiosleague-reifes Feld fehlt einfach das Gelände.Martin Amanshauser
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Liechtenstein an einem seiner hübschen Ränder: Die berühmte überdachte 135 Meter lange „Alte Rheinbrücke“ zwischen Vaduz und Sevelen (Schweiz) ist die letzte solche noch erhaltene über den Alpenrhein, 1901 erbaut (2009/10 umfassend saniert) und Nachfolgebrücke der ersten Konstruktion von 1870/71. Bis heute nur für Fußgänger und nichtmotorisierten Verkehr geeignet!

Der Autor war eingeladen von Liechtenstein Tourismus, www.tourismus.li.

Alle Kolumnen und Bücher von Martin Amanshauser unter www.amanshauser.at.

Martin Amanshauser
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