Hunderte griechische Denkmäler werden doch nicht verkauft

Findige Beamte setzten etwa den Palast von Knossos oder den Weißen Turm von Thessaloniki auf eine Liste des Privatisierungsfonds.

Der weiße Turm von Thessaloniki.
Der weiße Turm von Thessaloniki.
Der weiße Turm von Thessaloniki. – (c) imago/ZUMA Press (Nicolas Economou)

Hunderte griechische antike Stätten und historisch wichtige Gebäude sollen nicht an Privatleute verkauft werden. Das griechische Finanzministerium hat sie aus einer Liste gestrichen, die ein staatlicher Immobilien-Privatisierungsfonds aufgestellt hatte. "Wir Archäologen sind glücklich", sagte die Archäologin Eleni Stylianou.

Archäologen hatten in den vergangenen Monaten die Leichtfertigkeit kritisiert, mit der Gebäude unschätzbaren Wertes - wie der Palast von Knossos auf Kreta oder der Weiße Turm, Wahrzeichen der nordgriechischen Hauptstadt Thessaloniki - auf die Verkaufsliste gesetzt worden seien. Sogar antike Stätten wie die Gräber der mazedonischen Könige in Nordgriechenland sollten verkauft werden. "Ich kann mir keinen Preis für Knossos denken", sagte die Archäologin Stylianou weiter.

Griechenland war in den vergangenen Jahren von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds mit mehreren Rettungsprogrammen vor dem Bankrott gerettet worden. Dafür hat sich Athen verpflichtet, umfangreiche Privatisierungen durchzuführen. Bei der Suche hat man sich offenbar etwas verrannt.

 

(Ag.)

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