Sri Lanka: Der Elefant am Wegesrand

Das Inselinnere Sri Lankas bietet weitläufige Teeplantagen, anregende Mythen und so manche Begegnung mit frechen Wildtieren.

Aussicht. Eine aufregende Bahnstrecke führt durch Sri Lankas Hochland.
Aussicht. Eine aufregende Bahnstrecke führt durch Sri Lankas Hochland.
Aussicht. Eine aufregende Bahnstrecke führt durch Sri Lankas Hochland. – (c) Gabor Redling/unsplash

An Vitaminmangel dürften die Makaken, die das Geäst rund um den Höhlentempel in Dambulla bevölkern, nicht leiden. An spiritueller Verwahrlosung auch nicht. Ein besonders dreistes Exemplar holt sich an diesem heißen Vormittag seine heutige Mahlzeit an gesegneten Tropenfrüchten: Im Schatten eines großen Baums sitzt eine Frau mit ihrer Familie und setzt gerade dazu an, mit der Machete eine Melone zu schneiden, die sie davor auf einem üppig mit Obst belegten Metalltablett den Göttern dargereicht hat – da macht sich das Äffchen schon über die Opfergaben her, reißt Bananen, Papayas und Melonenscheiben an sich und sogar das Plastiksackerl für die Schalen. Von der Machete lässt es sich nicht abschrecken. Die Frau versucht erst, ein paar der Früchte zurückzuerobern, dann setzt sie sich unbekümmert wieder aufs warme Pflaster. Was soll’s – möge der Affe sich satt essen. Dem Karma wird’s nicht schaden.

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