Royaler Jubilar: König Felipe: Spaniens Monarch wird 50

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Sein ganzes Leben lang ist der Mann mit dem sperrigen Namen Felipe Juan Pablo Alfonso de Todos los Santos de Borbon y Grecia auf eine große Aufgabe gedrillt worden: Als Felipe VI. König von Spanien zu werden.

(c) Instagram/@spanish.royals
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Am 19. Juni 2014, im Alter von 46 Jahren, war es soweit:  Felipe VI. übernimmt den spanischen Thron von seinem Vater Juan Carlos I. Er ist damit der jüngste Monarch Europas. Angesichts der Wirtschaftskrise krempelt Felipe den Hof komplett um. Hin zu mehr Transparenz und Sparsamkeit.

(c) APA/AFP/MIGUEL RIOPA (MIGUEL RIOPA)
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Er bringe "die Reife, die Vorbereitung und das nötige Verantwortungsbewusstsein" für das Amt mit, sagte damals sein skandalgebeutelter Vater Juan Carlos, als er überraschend seine Abdankung verkündete. Am 30. Jänner feiert der hochgewachsene Regent seinen 50. Geburtstag.

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Zu seinem runden Jubiläum wird es kein royales Superfest geben. Es wird angenommen, dass seine Ehefrau Königin Letizia eine kleine, intime Feier in ihrer Residenz organisieren wird, zu der seine Familie und die besten Freunde eingeladen werden.

Erfrischend privat: Königin Letizia und König Felipe gewähren Einblick in ihr tägliches Mittagessen im Zarzuela Palast mit ihren beiden Töchtern.

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Die "Fábrica Nacional de Móneda y Timbre" (Spanische Münzstätte) hat zum feierlichen Anlass eine Sammlermünze im Wert von 30 Euro drucken lassen. Zudem gibt es 400.000 Sonder-Zwei- Euro Münzen und eine Briefmarke im Wert von einem Euro zu Ehren des royalen Geburtstagskindes. Die spanischen Zeitschriften, Zeitungen und das Nationale Fernsehen berichten zudem in Sonderausgaben und speziellen TV-Programmen.

 

(c) REUTERS (POOL)
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In den vergangenen dreieinhalb Jahren unter Felipe VI. ist das spanische Königshaus nach den unruhigen letzten Juan-Carlos-Zeiten - die unter anderem von einer umstrittenen Elefantenjagd in Botswana geprägt waren - in stillere Fahrwasser gekommen.

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Mit Felipe ist ein besonnener und pflichtbewusster Mann in die Monarchenrolle geschlüpft, der das Land ohne großes Tamtam und bisher ohne Allüren, Marotten und Eklats führt.

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Nur bei wenigen Dingen hat er sich quer gestellt: So etwa, als er am 22. Mai 2004 gegen den Widerstand seiner Eltern die schon einmal geschiedene Journalistin Letizia Ortiz Rocasolano heiratete, eine moderne Bürgerliche, die nach Auffassung des Vaters nicht recht ins steife Protokoll passen wollte.

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Weil sie bei ihrer ersten Ehe nur standesamtlich geheiratet hatte, stimmte die katholische Kirche einer Hochzeit mit Felipe in der Almudena-Kathedrale zu. Vor seiner Ehe mit Letizia wurden zwei seiner Freundinnen als "nicht standesgemäß" abgelehnt, darunter das norwegische Dessousmodel Eva Sannum.

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Mit der zierlichen, modebewussten Letizia hat der König zwei Kinder: Die 2005 geborene Kronprinzessin Leonor und die 2007 zur Welt gekommene Infantin Sofia.

Die royale Familie beim alljährlichen Sommershooting in Palma de Mallorca.

(c) REUTERS (Enrique Calvo)
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Das Paar demonstriert Bescheidenheit: So kürzte Felipe sein Gehalt im Zuge der Wirtschaftskrise kurzerhand um 20 Prozent - das kam bei den Untertanen gut an. Überhaupt hat das Königshaus, vor allem dank Letizia, einen modernen und weltoffenen Anstrich bekommen.

Frühmorgens bringt das Königspaar die Töchter höchstpersönlich zur Schule.

(c) APA/AFP/HANDOUT
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Auch in puncto Fußball schlägt der König quer: Er ist erklärter Anhänger des spanischen Erstligisten Atletico Madrid, der als "Arbeiterklub" gilt. Alle anderen Royals feuern traditionell Rekordmeister Real Madrid an - die "Königlichen", wie der Vereinsname bereits besagt.

(c) APA/AFP/RAFA RIVAS (RAFA RIVAS)
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Zudem gilt Felipe als passionierter Segler. Als Kronprinz war Felipe Mitglied der spanischen Segelregatta und nahm 1992 bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona teil. Bei der Eröffnungszeremonie fungierte er zudem als Träger der spanischen Flagge.

(c) imago/Agencia EFE
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1968 als drittes Kind von Juan Carlos und Königin Sofia geboren, besucht Felipe die Schule in Madrid und im kanadischen Toronto. Anschließend wird er an Militärakademien ausgebildet und studiert Rechtswissenschaften in der spanischen Hauptstadt.

Felipe als Kind, 1972.

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1995 macht er seinen Master in Internationalen Beziehungen an der Georgetown University in Washington. Er ist damit der erste spanische Regent mit akademischem Abschluss.

Der junge Felipe, 1986.

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Ein Tag aus seiner Jugend ist unterdessen in die Geschichte eingegangen: Es ist die Nacht auf den 23. Februar 1981, Vater Juan Carlos muss die junge Demokratie gegen Putschisten aus den Reihen des Militärs verteidigen.

Felipe im Jahr 1976 mit seinem Vater.

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Der 13-jährige Felipe wird aufgefordert, seinen Vater in dessen Arbeitszimmer bei der Krisenbewältigung zu beobachten und dort die ganze Nacht auszuharren. Schließlich hält der König eine viel beachtete Fernsehansprache, die die Putschisten zur Aufgabe bewegt.

Felipe bei der Militärausbildung, 1987.

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Juan Carlos erklärte die Erziehungsmaßnahme später so: "Er sollte sehen, wie ich mein Amt ausübe, wenn alles infrage gestellt ist." Am nächsten Morgen wird der übermüdete Felipe ganz normal in die Schule geschickt.

(c) REUTERS (Andrea Comas)
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Vermutlich haben diese Erfahrungen ihn tatsächlich geprägt und auch auf die Krise vorbereitet, in der Spanien sich derzeit wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien befindet. Dennoch: Kritiker monieren, dass er dabei zuletzt eine historische Chance verpasst hat - und damit den zahlreichen Monarchie-Gegnern in seiner Heimat in die Hände spielt.

(c) REUTERS (Juan Medina)
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