Goldprinzen

Der Royal Baby Effekt

Kann ein ungeborenes Kind bereits Stilikone sein? Und schon jetzt Milliarden Euro wert sein? Ja, wenn man im Bauch von Herzogin Meghan heranwächst. "Baby Sussex" wird die Wirtschaft beleben.

Herzogin Meghan und Prinz Harry freuen sich auf ihr erstes Kind – und mit ihnen die britische Wirtschaft, denn die frohlockt bereits jetzt angesichts der erwartbaren Umsätze, wie Wirtschaftsprofessor Joshua Bamfield der britischen „Hello“ erzählt. "Harry und Meghan sind ein attraktives Paar und ihr erstes Kind wird von weltweitem Interesse sein", so der Experte.

(c) Getty Images (Tim P. Whitby)

Schon-Bald-Mama Meghan ist für die Wirtschaft auf der Insel ein wahrer Glücksgriff. Die gebürtige Amerikanerin und ehemalige Schauspielerin hat auf der ganzen Welt Fans, vor allem in den USA und in Kanada. Fans, die nicht nur sich in die Garderobe von Meghan, sondern auch ihren Nachwuchs nur zu gern in die Kleider des royalen Babys stecken werden.

(c) APA/AFP/TOLGA AKMEN (TOLGA AKMEN)

Der Herzogin wird zudem ein ausgeprägtes Gespür für Stil attestiert. Dieser Linie wird sie wohl auch in Sachen Babyprodukte, Säuglingsbekleidung und Spielzeug treu bleiben. Eine Vorstellung, die auch dem Einzelhandel gefällt, so Bamfield. Auf den „Meghan-Effekt“ wird in wenigen Wochen also der „Baby Sussex-Effekt“ folgen.

(c) REUTERS (POOL)

Der Forscher schätzt, dass sich die Ausgaben für Kinderkleidung und Kleinkindprodukte in den nächsten zwei Jahren nach der Geburt von Mini-Harry oder Mini-Meghan (das Geschlecht ist ja noch nicht bekannt) sich um etwa 1,3 Milliarden Euro erhöhen werden. Wie bei Tante Kate oder Mama Meghan wird vermutlich in kürzester Zeit alles ausverkauft sein, was sich das der jüngste Spross des britischen Königshauses über den Leib streift. Spätestens dann, wenn Bilder von Prinz Charles jüngstem Enkelkind durch den medialen Äther schwirren.

(c) REUTERS (POOL)

"Bloomberg" prognostiziert Baby-Ausstattern wie Mothercare, Kaufhäuser wie Debenhams und House of Fraser sowie Modemarken wie H&M, Zara und Asos steigende Umsätze. Aber nicht nur der Modehandel wird sich die Hände reiben dürfen, auch Lebensmittelproduzenten oder Hersteller von Kinderwägen dürfen mit dem Einsetzen der Wehen zu jubeln beginnen.

(c) REUTERS (POOL)

Bereits mit den ersten Atemzügen des Kindes werden die Verkaufszahlen in England, Europa und in Nordamerika in die Höhe schnellen und Kinderläden um ihre Lagerbestände bringen. Bamfield erwartet Rekordumsätze von umgerechnet etwa 70 Millionen Euro in den ersten Tagen nach der Geburt.

(c) Getty Images (Anthony Devlin)

Der Wunsch nach einer eigenen Royal-Baby-Version wird  auch in Zukunft anhalten - vor allem in den ersten sieben Lebensjahren des Kindes, wie Bamfield schätzt, aber vermutlich über die nächsten 20 Jahre hinaus.

Wie's geht, zeigt die königliche Mini-Verwandtschaft, die bereits jetzt als ein Konjunkturprogramm für die britische Wirtschaft wirkt.

(c) Getty Images (Chris Jackson)

Wer ist mehr wert? Prinz Charlotte oder ihr älterer Bruder Prinz George? Diese etwas pietätlos wirkende Frage ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht ganz uninteressant. Denn die Kinder von Prinz William und seiner Frau, Herzogin Catherine, haben erheblichen Einfluss auf das britische Volk – und damit auch auf die Wirtschaft des Landes.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Besonders die dreijährige Charlotte ist aus ökonomischer Perspektive ein richtiger Goldschatz. So schätzt "Reader's Digest", dass ihr Einfluss etwa 5 Billionen Dollar wert sein soll – rund 4,3 Milliarden Euro. Der statistische Wert ihres fünfjährigen Bruders George ist mit 3,6 Billionen Dollar hingegen deutlich geringer.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Wie diese Summen zustande kommen? "Diese Zahlen sind Vorhersagen der Beträge, die die royalen Kids der Wirtschaft im Laufe ihres Lebens einfahren könnten. Sie haben einen positiven Einfluss auf den Verkauf von bestimmten Kleidern, die sie tragen und Spielzeugen, mit denen sie spielen, " wird Finanzexperte Sehr Sawar im "Insider" zitiert.

(c) REUTERS (Henry Nicholls)

Aber warum haben die britischen Mini-Royals einen derartigen Einfluss auf die britische Wirtschaft und vor allem auf die Kindermode? Die Mini-Cambridges stehen seit dem Tag ihrer Geburt unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit – und damit werden auch ihren königlichen Outfits allerlei mediale Beachtung geschenkt.

 

(c) REUTERS (POOL New)

Ihre Kleiderwahl wird im Internet und sozialen Netzwerken unter die Lupe genommen, geteilt, kopiert – und schließlich gekauft. Es gibt zahlreiche Blogs (z.B. "What Kate's Kids Wore" – „Was Kates Kinder getragen haben“), die sich ausschließlich ihrer Garderobe widmen.

(c) Getty Images (Handout)

Auch der Kleidungsstil spielt eine entscheidende Rolle: Mutter Catherine wählt für ihren Ältesten gerne Bubikragen, Pullover, Start-Rite-Schuhe und - ganz royal-like - Kniestrümpfe. Für ihre Tochter klassische Blumenkleider, kombiniert mit pastellfarbenen Strickjäckchen, zweireihige Mäntel und mädchenhafte Mary Janes.

(c) REUTERS (Chris Wattie)

Auch wenn die Kleidung des royalen Nachwuchses für manche Betrachter etwas Altbackenes hat, die Möglichkeit die Outfits nachstylen zu können, schafft nicht zuletzt eine Bindung zum Königshaus. Das mache die Monarchie nahbar und stärke die nationale Identität, wie Viola Hofmann, Dozentin an der Technischen Universität Dortmund für Kulturanthropologie des Textilen, gegenüber dem Kurier erzählt.

(c) REUTERS (POOL New)

Auch strahlen die Kleidungsstücke eine beruhigende Normalität aus – und sind vor allem bezahlbar. Denn viele der bevorzugten Marken sind nicht zu teuer, sodass es für andere Eltern sehr viel erschwinglicher ist, diesen Stil nachzuahmen. 

(c) Getty Images (Chris Jackson)

Wie beispielsweise der Mantel, den Prinz George an seinem ersten Tag in der Westacre Montessorischule in Norfolk trug: Der marineblaue Steppmantel mit Ellenbogen-Patches aus Kord und einer mit einem Schottenmuster gefütterten Kapuze stammte vom Kaufhaus John Lewis und kostete 30 britische Pfund. Als das Bild auftauchte, steigerte sich die Nachfrage nach ähnlichen Artikeln um 447 Prozent.

(c) imago/Starface (imago stock&people)

Ähnlich auch bei Schwesterchen Charlotte: Im Alter von sechs Monaten veröffentlichte der Palast ein Foto von Charlotte, in dem sie in einem Kleid und Strickjäckchen auf einem Stuhl hockt. Der Preis: umgerechnet 24 Euro. Die Kleidung stammte von der spanischen Kinderboutique M&H, die fünf Ladenlokale besitzt, keines davon in Großbritannien. Nach der Veröffentlichung konnte sich diese vor Anfragen kaum retten.

(c) 2015 HRH The Duchess of Cambridge

Süß, aber nicht behäbig, traditionell, aber nicht abgehoben: Die britischen Royals wirken auf Bildern wie eine moderne und alltägliche Familie. "Die Kinder werden nicht offensiv mit High Fashion ausgestattet, wie man es manchmal bei anderen Promi-Kindern, etwa bei den Beckhams, sieht", so Hofmann weiter.

(c) REUTERS (Chris Wattie)

Sein erstes modisches Zeichen setzte Prinz George am Tag seiner Geburt: 7 Millionen Menschen sahen zu, wie ihn seine Eltern am 23. Juli 2013 vor dem St. Mary’s Hospital in London zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorstellten – eingehüllt in ein schneeweißes Tuch von Aden + Anais.

Kurz drauf kam die Website der New Yorker Marke zum Erliegen: Nur innerhalb weniger Stunden gingen rund 10.000 Bestellungen für ebendiese Decke ein, die Anzahl der Aufrufe stieg um knapp 2000 Prozent – der "Prinz-George-Effekt" war geboren.

(c) Getty Images (WPA Pool)

An seinem ersten Geburtstag im Jahr 2014 statte der kleine Prinz in einem schlichten Paar gestreifter Jeanslatzhosen von Petit Bateau dem naturhistorischen Museum in London einen Besuch ab. Das Modell war schon nicht mehr zu bekommen, bevor noch das offizielle Bild veröffentlicht wurde. Prinz George wurde im gleichen Jahr vom "Forbes"-Magazin zum "einflussreichsten Kleinkind der Welt" gekürt.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Und das britische "Tatler"-Magazin wählte den Mini-Royal erst kürzlich auf die Liste der bestgekleideten Prominenten Großbritanniens, gemeinsam mit seiner Uroma, Queen Elizabeth, seiner Mama, Catherine, und Tante Meghan. Mit seinem Look aus Shorts, ärmellosen Pullovern oder kurzen Shirts und Kniestrümpfen konnte er offenbar überzeugen.

(c) Getty Images (Pool)

Auch Prinzessin Charlotte ist mit dem Tag ihrer Geburt zur Stilfigur avanciert. Eines der ersten Fotos der Prinzessin zeigt sie im zarten Alter von gerade einmal zehn Stunden vor dem Krankenhaus im Arm ihrer Mutter, eingewickelt  - wie zuvor schon ihr Bruder George - in ein weißes, gesticktes Tuch. Der Hersteller, die Firma G.H. Hurt & Sons, gab später an, noch am selben Tag hätten 100.000 Menschen ihre Webseite besucht und noch heute würde genau dieses Stück überdurchschnittlich oft verkauft werden.

(c) Getty Images (Ian Gavan)

Und als Charlotte mit einem Jahr auf einem Foto aus dem gemeinsamen Winterurlaub mit ihrem Bruder und den Eltern pinkfarbene Stiefelchen trug, verdoppelten sich die Verkaufszahlen der Herstellerfirma „My 1st Years“ aus Northampton binnen kurzer Zeit.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Als Neugeborener lässt sich der Marketing-Wert von Prinz Louis, der Ende April auf die Welt kam, noch nicht berechnen. Er wird seinen königlichen Geschwistern in Sachen Verkaufstalent wohl aber um nichts nachstehen.

(c) REUTERS (Handout .)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Herzogin Meghan und Prinz Harry freuen sich auf ihr erstes Kind – und mit ihnen die britische Wirtschaft, denn die frohlockt bereits jetzt angesichts der erwartbaren Umsätze, wie Wirtschaftsprofessor Joshua Bamfield der britischen „Hello“ erzählt. "Harry und Meghan sind ein attraktives Paar und ihr erstes Kind wird von weltweitem Interesse sein", so der Experte.

(c) Getty Images (Tim P. Whitby)

Schon-Bald-Mama Meghan ist für die Wirtschaft auf der Insel ein wahrer Glücksgriff. Die gebürtige Amerikanerin und ehemalige Schauspielerin hat auf der ganzen Welt Fans, vor allem in den USA und in Kanada. Fans, die nicht nur sich in die Garderobe von Meghan, sondern auch ihren Nachwuchs nur zu gern in die Kleider des royalen Babys stecken werden.

(c) APA/AFP/TOLGA AKMEN (TOLGA AKMEN)

Der Herzogin wird zudem ein ausgeprägtes Gespür für Stil attestiert. Dieser Linie wird sie wohl auch in Sachen Babyprodukte, Säuglingsbekleidung und Spielzeug treu bleiben. Eine Vorstellung, die auch dem Einzelhandel gefällt, so Bamfield. Auf den „Meghan-Effekt“ wird in wenigen Wochen also der „Baby Sussex-Effekt“ folgen.

(c) REUTERS (POOL)

Der Forscher schätzt, dass sich die Ausgaben für Kinderkleidung und Kleinkindprodukte in den nächsten zwei Jahren nach der Geburt von Mini-Harry oder Mini-Meghan (das Geschlecht ist ja noch nicht bekannt) sich um etwa 1,3 Milliarden Euro erhöhen werden. Wie bei Tante Kate oder Mama Meghan wird vermutlich in kürzester Zeit alles ausverkauft sein, was sich das der jüngste Spross des britischen Königshauses über den Leib streift. Spätestens dann, wenn Bilder von Prinz Charles jüngstem Enkelkind durch den medialen Äther schwirren.

(c) REUTERS (POOL)

"Bloomberg" prognostiziert Baby-Ausstattern wie Mothercare, Kaufhäuser wie Debenhams und House of Fraser sowie Modemarken wie H&M, Zara und Asos steigende Umsätze. Aber nicht nur der Modehandel wird sich die Hände reiben dürfen, auch Lebensmittelproduzenten oder Hersteller von Kinderwägen dürfen mit dem Einsetzen der Wehen zu jubeln beginnen.

(c) REUTERS (POOL)

Bereits mit den ersten Atemzügen des Kindes werden die Verkaufszahlen in England, Europa und in Nordamerika in die Höhe schnellen und Kinderläden um ihre Lagerbestände bringen. Bamfield erwartet Rekordumsätze von umgerechnet etwa 70 Millionen Euro in den ersten Tagen nach der Geburt.

(c) Getty Images (Anthony Devlin)

Der Wunsch nach einer eigenen Royal-Baby-Version wird  auch in Zukunft anhalten - vor allem in den ersten sieben Lebensjahren des Kindes, wie Bamfield schätzt, aber vermutlich über die nächsten 20 Jahre hinaus.

Wie's geht, zeigt die königliche Mini-Verwandtschaft, die bereits jetzt als ein Konjunkturprogramm für die britische Wirtschaft wirkt.

(c) Getty Images (Chris Jackson)

Wer ist mehr wert? Prinz Charlotte oder ihr älterer Bruder Prinz George? Diese etwas pietätlos wirkende Frage ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht ganz uninteressant. Denn die Kinder von Prinz William und seiner Frau, Herzogin Catherine, haben erheblichen Einfluss auf das britische Volk – und damit auch auf die Wirtschaft des Landes.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Besonders die dreijährige Charlotte ist aus ökonomischer Perspektive ein richtiger Goldschatz. So schätzt "Reader's Digest", dass ihr Einfluss etwa 5 Billionen Dollar wert sein soll – rund 4,3 Milliarden Euro. Der statistische Wert ihres fünfjährigen Bruders George ist mit 3,6 Billionen Dollar hingegen deutlich geringer.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Wie diese Summen zustande kommen? "Diese Zahlen sind Vorhersagen der Beträge, die die royalen Kids der Wirtschaft im Laufe ihres Lebens einfahren könnten. Sie haben einen positiven Einfluss auf den Verkauf von bestimmten Kleidern, die sie tragen und Spielzeugen, mit denen sie spielen, " wird Finanzexperte Sehr Sawar im "Insider" zitiert.

(c) REUTERS (Henry Nicholls)

Aber warum haben die britischen Mini-Royals einen derartigen Einfluss auf die britische Wirtschaft und vor allem auf die Kindermode? Die Mini-Cambridges stehen seit dem Tag ihrer Geburt unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit – und damit werden auch ihren königlichen Outfits allerlei mediale Beachtung geschenkt.

 

(c) REUTERS (POOL New)

Ihre Kleiderwahl wird im Internet und sozialen Netzwerken unter die Lupe genommen, geteilt, kopiert – und schließlich gekauft. Es gibt zahlreiche Blogs (z.B. "What Kate's Kids Wore" – „Was Kates Kinder getragen haben“), die sich ausschließlich ihrer Garderobe widmen.

(c) Getty Images (Handout)

Auch der Kleidungsstil spielt eine entscheidende Rolle: Mutter Catherine wählt für ihren Ältesten gerne Bubikragen, Pullover, Start-Rite-Schuhe und - ganz royal-like - Kniestrümpfe. Für ihre Tochter klassische Blumenkleider, kombiniert mit pastellfarbenen Strickjäckchen, zweireihige Mäntel und mädchenhafte Mary Janes.

(c) REUTERS (Chris Wattie)

Auch wenn die Kleidung des royalen Nachwuchses für manche Betrachter etwas Altbackenes hat, die Möglichkeit die Outfits nachstylen zu können, schafft nicht zuletzt eine Bindung zum Königshaus. Das mache die Monarchie nahbar und stärke die nationale Identität, wie Viola Hofmann, Dozentin an der Technischen Universität Dortmund für Kulturanthropologie des Textilen, gegenüber dem Kurier erzählt.

(c) REUTERS (POOL New)

Auch strahlen die Kleidungsstücke eine beruhigende Normalität aus – und sind vor allem bezahlbar. Denn viele der bevorzugten Marken sind nicht zu teuer, sodass es für andere Eltern sehr viel erschwinglicher ist, diesen Stil nachzuahmen. 

(c) Getty Images (Chris Jackson)

Wie beispielsweise der Mantel, den Prinz George an seinem ersten Tag in der Westacre Montessorischule in Norfolk trug: Der marineblaue Steppmantel mit Ellenbogen-Patches aus Kord und einer mit einem Schottenmuster gefütterten Kapuze stammte vom Kaufhaus John Lewis und kostete 30 britische Pfund. Als das Bild auftauchte, steigerte sich die Nachfrage nach ähnlichen Artikeln um 447 Prozent.

(c) imago/Starface (imago stock&people)

Ähnlich auch bei Schwesterchen Charlotte: Im Alter von sechs Monaten veröffentlichte der Palast ein Foto von Charlotte, in dem sie in einem Kleid und Strickjäckchen auf einem Stuhl hockt. Der Preis: umgerechnet 24 Euro. Die Kleidung stammte von der spanischen Kinderboutique M&H, die fünf Ladenlokale besitzt, keines davon in Großbritannien. Nach der Veröffentlichung konnte sich diese vor Anfragen kaum retten.

(c) 2015 HRH The Duchess of Cambridge

Süß, aber nicht behäbig, traditionell, aber nicht abgehoben: Die britischen Royals wirken auf Bildern wie eine moderne und alltägliche Familie. "Die Kinder werden nicht offensiv mit High Fashion ausgestattet, wie man es manchmal bei anderen Promi-Kindern, etwa bei den Beckhams, sieht", so Hofmann weiter.

(c) REUTERS (Chris Wattie)

Sein erstes modisches Zeichen setzte Prinz George am Tag seiner Geburt: 7 Millionen Menschen sahen zu, wie ihn seine Eltern am 23. Juli 2013 vor dem St. Mary’s Hospital in London zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorstellten – eingehüllt in ein schneeweißes Tuch von Aden + Anais.

Kurz drauf kam die Website der New Yorker Marke zum Erliegen: Nur innerhalb weniger Stunden gingen rund 10.000 Bestellungen für ebendiese Decke ein, die Anzahl der Aufrufe stieg um knapp 2000 Prozent – der "Prinz-George-Effekt" war geboren.

(c) Getty Images (WPA Pool)

An seinem ersten Geburtstag im Jahr 2014 statte der kleine Prinz in einem schlichten Paar gestreifter Jeanslatzhosen von Petit Bateau dem naturhistorischen Museum in London einen Besuch ab. Das Modell war schon nicht mehr zu bekommen, bevor noch das offizielle Bild veröffentlicht wurde. Prinz George wurde im gleichen Jahr vom "Forbes"-Magazin zum "einflussreichsten Kleinkind der Welt" gekürt.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Und das britische "Tatler"-Magazin wählte den Mini-Royal erst kürzlich auf die Liste der bestgekleideten Prominenten Großbritanniens, gemeinsam mit seiner Uroma, Queen Elizabeth, seiner Mama, Catherine, und Tante Meghan. Mit seinem Look aus Shorts, ärmellosen Pullovern oder kurzen Shirts und Kniestrümpfen konnte er offenbar überzeugen.

(c) Getty Images (Pool)

Auch Prinzessin Charlotte ist mit dem Tag ihrer Geburt zur Stilfigur avanciert. Eines der ersten Fotos der Prinzessin zeigt sie im zarten Alter von gerade einmal zehn Stunden vor dem Krankenhaus im Arm ihrer Mutter, eingewickelt  - wie zuvor schon ihr Bruder George - in ein weißes, gesticktes Tuch. Der Hersteller, die Firma G.H. Hurt & Sons, gab später an, noch am selben Tag hätten 100.000 Menschen ihre Webseite besucht und noch heute würde genau dieses Stück überdurchschnittlich oft verkauft werden.

(c) Getty Images (Ian Gavan)

Und als Charlotte mit einem Jahr auf einem Foto aus dem gemeinsamen Winterurlaub mit ihrem Bruder und den Eltern pinkfarbene Stiefelchen trug, verdoppelten sich die Verkaufszahlen der Herstellerfirma „My 1st Years“ aus Northampton binnen kurzer Zeit.

(c) Getty Images (WPA Pool)

Als Neugeborener lässt sich der Marketing-Wert von Prinz Louis, der Ende April auf die Welt kam, noch nicht berechnen. Er wird seinen königlichen Geschwistern in Sachen Verkaufstalent wohl aber um nichts nachstehen.

(c) REUTERS (Handout .)
Kommentar zu Artikel:

Billion-Dollar: Der Royal Baby Effekt

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.