Prinz Harry und Herzogin Meghan: Umweltschützer im Privatjet

Drei Ausflüge mit dem Privatjet in ein paar Tagen. Das royale Paar, das sich so umweltbewusst gibt, muss deshalb nun Kritik einstecken.

Wie passt Umweltbewusstsein und Reisen im Privatjet zusammen?
Wie passt Umweltbewusstsein und Reisen im Privatjet zusammen?
Wie passt Umweltbewusstsein und Reisen im Privatjet zusammen? – (c) imago/i Images (i-Images / Pool)

Herzogin Meghan im weißen Panama-Hut, Prinz Harry mit Schirmkappe und Baby Archie im Matrosen-Outfit. Paparazzi-Fotos von einem Flughafen in Südfrankreich zeigen die royale Familie beim Start in den Urlaub. Doch was so idyllisch aussieht, sorgt in Großbritannien gerade für schlechte Stimmung. Denn wie die "Daily Mail" vorrechnet, hat das Paar in diesem Sommer bereits drei Ausflüge mit dem Privatjet unternommen. Das stehe im krassen Gegensatz zu dem Umweltbewusstsein, das der Herzog und die Herzogin von Sussex sonst immer postulieren.

Vor wenigen Tagen urlaubte die junge Familie in Ibiza. Nur zwei Tage später zog es das Paar und Söhnchen Archie über einen Inlandsflug nach Nizza. Damit sei das der dritte Privatjet-Flug in lediglich acht Tagen.

Heuchlerisch und Image-schädigend

Die britische Labour Party-Politikerin Teresa Pearce zeigt sich über das Jet-Set-Leben des Pärchens überrascht. "Ich finde es ziemlich überraschend, weil es nicht zu ihrem öffentlichen Image und ihrer Sorge um den Planeten und die Umwelt passt.“ Ken Wharfe, ein ehemaliger Royal Protection Officer, der auch für Prinzessin Diana arbeitete, gibt der "Daily Mail" seine Einschätzung ab: "Das ist heuchlerisch. Harry kann nicht über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels predigen und selbst im Privatjet um die Welt fliegen."

Erst kürzlich machte das Paar Schlagzeilen, weil es in der Ausgabe der „Vogue“, die Herzogin Meghan als Gastredakteurin mitverantwortete, erklärte, der Umwelt zuliebe nicht mehr als zwei Kinder haben zu wollen.

Ein Flug in einem Privatjet verursacht durchschnittlich jedoch siebenmal mehr Emissionen pro Person als ein normales Flugzeug. Der Trip nach Frankreich soll einen CO2-Fußabdruck von etwas mehr als drei Tonnen verursacht haben, der Urlaub nach Ibiza mehr als vier Tonnen. Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck einer Person in Großbritannien beträgt 13 Tonnen pro Jahr.

Noch im Juli nahm Prinz Harry an einem Umweltgipfel teil, der von Google in Sizilien abgehalten wurde. Der Prinz trug Berichten zufolge eine leidenschaftliche Rede zum Thema Umweltschutz vor. Allerdings wurde in britischen Boulevardmedien auch bekannt, dass Google die Flüge in einem Helikopter zu einem Luxusressort zahlte und er seine Zeit auf einer Luxusyacht verbrachte.

Wie Royals reisen

Royals nutzen für ihre Reisen sowohl Privatjets als auch kommerzielle Flüge. Für offizielle Termine übernimmt die Buchung das Royal Travel Office, das bei der Entscheidung Sicherheit, Kosten und Logistik abwägt. Wenn verschiedene Länder oder Inseln besucht werden, werden Flugzeuge gechartert oder der Ministerialjet der Royal Air Force, der VIP Voyage, benutzt, wie „Town and Country" erklärt.

Aber auch kommerzielle Flüge sind keine Seltenheit. Prinz Harry und Herzogin Meghan flogen für ihre Royal Tour First Class mit Quantas nach Australien und Neuseeland. Um nach Fidschi und Tonga zu kommen, wurde eine Maschine gechartert.

Prinz William und Catherine borgen sich für Familienurlaube in Europa oft den Privatjet des Duke of Westminster aus. Wenn sie auf der Karibikinsel Mustique urlauben, fliegen sie meistens erster Klasse mit British Airways nach St. Lucia. Teilweise fliegen die Royals aber auch mit Billigfluglinien wie EasyJet oder Wizz Air.

>> Bericht der „Daily Mail"

 

(chrile )

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