Kleinod: Diamanten mit Stammbaum

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Am 12. November 2018 kommt bei Sotheby’s in Genf einige edle Stücke aus der Schatzkammer der Adelslinie Bourbon-Parma unter den Hammer. Unter dem Titel "Königliche Juwelen aus der Bourbon-Parma-Familie" wird die Auktion Jahrhunderte der europäischen Geschichte von der Regierungszeit Ludwigs XVI. bis zum Fall der österreichisch-ungarischen Monarchie umfassen und "faszinierende Einblicke in die Pracht eines der europäischen Länder bieten wichtigste königliche Dynastien ".

Getty (Michael Bowles)
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Daniela Mascetti, stellvertretende Vorsitzende von Sotheby's Jewellery Europe und Senior International Specialist, wirbt: "Es handelt sich um eine der wichtigsten königlichen Schmuckkollektionen, die jemals auf dem Markt erschienen ist, und jedes Juwel ist von Geschichte durchdrungen. (...) Die kostbaren Edelsteine, mit denen die Stücke geschmückt sind, und die außergewöhnliche Handwerkskunst, die sie ausstrahlen, sind für sich genommen atemberaubend."

Getty (Michael Bowles)
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Natürliche Perlen sind seit jeher ein Symbol für Reichtum und Status, sie wurden auch von den königlichen Familien Europas im 18. Jahrhundert sehr geschätzt.

Getty (Michael Bowles)
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The Farnese Blue

Dieser blaue Diamant einer spanischen Königin aus dem 18. Jahrhundert ist bereits im Mai für 5,6 Millionen Euro versteigert worden. Damit lag das als "The Blue Farnese" bekannt gewordene Juwel deutlich über dem Schätzpreis von bis zu vier Millionen Euro, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte.

 

 

(c) REUTERS (PIERRE ALBOUY)
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The Farnese Blue

Am 15. Mai sucht dieser 6,16 Karat schwere, birnenförmige dunkelgrau-blaue Diamant bei Sotheby's in Genf einen neuen Besitzer. The Farnese Blue hat auch einen beeindruckenden "Stammbaum", er beginnt 1715. Als erste Eigentümerin wird Isabel de Farnesio, Königin von Spanien, genannt.

Sotheby's
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In den nächsten 300 Jahren wurde der The Farnese Blue dann heimlich von vier europäischen Königsfamilien durch Spanien, Frankreich, Italien und Österreich weitergereicht - und landete dabei auch im Schmuckkästchen von Marie Antoinette (im Bild). Sein geschätzter Wert liegt heute zwischen 3,7 Millionen und 5,3 Millionen Dollar.

Imago
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The Farnese Blue ist damit ein vergleichsweise "günstiges" Stück. In den vergangenen Jahren überschlugen sich die Rekordverkäufe am Diamantenmarkt.

"Blue Moon" hat auf einer Auktion im November 2015 in Genf umgerechnet 40 Millionen Euro eingebracht. Er stammt aus einer Mine in Südafrika. Nach Angaben des Auktionators David Bennett war es der höchste Preis pro Karat, der je bei Versteigerungen für einen Diamanten dieser Art gezahlt wurde.

Reuters
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Lesotho Legend

Einer der größten bisher gefundenen Rohdiamanten ist im März 2018 um ebenfalls 40 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) verkauft worden. Der 910 Karat schwere Edelstein aus einer Mine in Lesotho wurde in einem Bieterverfahren in der belgischen Stadt Antwerpen verkauft.

Der Stein von "außerordentlicher Qualität" soll demnach der fünftgrößte je gefundene Diamant sein. Seine Größe liege etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball.

 

Reuters
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Kronjuwelen

Der größte bisher dokumentierte Diamant war 1905 im südafrikanischen Cullinan bei Pretoria gefunden worden. Der 3.106 Karat schwere Stein wurde zerteilt und gehört seither zu den britischen Kronjuwelen.

Reuters
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"Lesedi La Rona"

Der vermutlich zweitgrößte je gefundene Rohdiamant namens "Lesedi La Rona" (Unser Licht), der im November 2015 mit einem Gewicht von 1.109 Karat in Botswana gefunden worden war, war im September 2017 um 53 Millionen Dollar (43,08 Mio. Euro) verkauft worden.

Reuters
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"Pink Star"

Der Rekord-Diamant "Pink Star" hat bei einer Auktion in Hongkong 2017 einen neuen Besitzer gefunden. Die Juwelierkette Chow Tai Fook ersteigerte damals den rosafarbenen Stein für 71,2 Millionen Dollar, in etwa 67 Millionen Euro.

Reuters
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Es war der höchste Preis, der bis dahin für einen Diamanten erzielt wurde. Das Prunkstück sollte drei Jahre zuvor zum Preis von 83 Millionen Dollar versteigert werden. Da der Käufer schlussendlich aber nicht zahlen konnte, nahm das Auktionshaus Sotheby's den Stein zurück.

Reuters
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Das 59,6 Karat schwere Edelstein war vor 18 Jahren in Südafrika entdeckt und dann über einen Zeitraum von zwei Jahren geschliffen und poliert worden.

Reuters
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"Oppenheimer Blue"

Vor diesem Verkauf hatte der blaue Diamant "Oppenheimer Blue" den Rekord für den teuersten geschliffenen Diamanten gehalten. Der Stein war im Mai 2016 bei einer Auktion von Christie's in Genua für 57,5 Millionen Dollar versteigert worden.

Reuters
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"Friedens-Diamant"

Ein Riesen-Diamant aus dem westafrikanischen Sierra Leone ist 2017 für 6,5 Millionen Dollar (5,48 Mio. Euro) in New York versteigert worden. Käufer des als "Friedens-Diamant" angepriesenen Edelsteins war der britische Juwelier Laurence Graff, wie die Rapaport-Gruppe mitteilte, welche die Auktion im Auftrag der Regierung Sierra Leones organisierte.

Reuters
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Der 709 Karat schwere Diamant war im März 2017 in der östlichen Provinz Kono von Mitarbeitern der Bergbaufirma des evangelikalen Predigers Emmanuel Momoh gefunden worden.

Der Prediger übergab den Edelstein der Regierung in Freetown, die zusagte, diesen unter transparenten Bedingungen versteigern und den Erlös den Menschen in Sierra Leone zugutekommen zu lassen.

Reuters
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Präsident Ernest Bai Koroma gab als Ziel aus, die verhängnisvolle Zeit der "Blutdiamanten" hinter sich zu lassen und mit dem Verkauf des "Friedens-Diamanten" ein Zeichen zu setzen. In den 90er-Jahren wurde mit dem illegalen Schürfen, dem Schmuggel und dem Verkauf der Edelsteine der Bürgerkrieg in Sierra Leone finanziert.

Reuters
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Von dem Erlös der New Yorker Auktion gingen 1,69 Millionen Dollar an die fünf Mitarbeiter, die den Sensationsfund im März machten - also für jeden 339.000 Dollar. Der Rest geht nach Angaben der Regierung in Freetown an die Finanzverwaltung sowie einen Fonds zur Entwicklung der Schürfregionen des Landes.

Reuters
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"Grand Mazarin"

Auch das ist ein bekanntes Stück. 2017 ersteigerte ein privater Sammler den "Grand Mazarin" für 12,3 Millionen Euro. An dem 19,07 Karat-Stein war damals auch das Pariser Museum Louvre interessiert. Schließlich hat er für die Grande Nation eine illustre royale Geschichte: Er war vom 17. Jahrhundert mehr als 200 Jahre im Besitz des französischen Königshauses und wurde von vier Königen, vier Königinnen, zwei Kaisern und zwei Kaiserinnen getragen.

Reuters
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Und darf es noch mehr Prunk sein? Im Mai 2017 versteigerte das Auktionshaus Christie's eine Perlenkette mit einem weißen 92-Karat-Herzstein für 14,99 Millionen Dollar.

Reuters
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"Apollo" und "Artemis"

Auf einer Auktion in Genf erzielte Sotheby's im Mai 2017 für ein Paar Diamant-Ohrringe einen Rekordpreis von 51 Millionen Dollar. Ausgegangen waren die Verkäufer von einem Betrag bis zu 70 Millionen Dollar.

 

Reuters
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"The Unique Pink" erzielte mit seinen 15,38 Karat im Mai 2016 einen Preis von umgerechnet 26,6 Millionen Euro.

Reuters