Alles im Takt?

Wir unterliegen unzähligen Rhythmen, viele übersteigen unsere Wahrnehmung. Sie bestimmen die ganz große Geschichte und unsere alltägliche.

Die Sonne befindet nicht nur über die Stunden, sie ist auch beim großen Rhythmus des Klimas dabei, und beim kleinen der Zellen.
Die Sonne befindet nicht nur über die Stunden, sie ist auch beim großen Rhythmus des Klimas dabei, und beim kleinen der Zellen.
Die Sonne befindet nicht nur über die Stunden, sie ist auch beim großen Rhythmus des Klimas dabei, und beim kleinen der Zellen. – REUTERS

Elende‘, kreischte ich: ,Verstellt euch nicht länger! Ich gestehe die Tat! Reißt die Dielen auf! Hier schlägt es – hier! –, sein gespenstisches Herz!‘“ Da hat einer seinen Nachbarn erschlagen, zerstückelt und in der Wohnung versteckt, das Verbrechen war perfekt, die Polizei schöpft am Tatort keinerlei Verdacht. Nur der Täter hört etwas, „einen dumpfen Ton, wie das Ticken einer Uhr, die in Watte gehüllt ist“, es wird immer lauter, aber die Polizisten tun so, als hörten sie es nicht, das treibt ihn in den Wahn und das Geständnis. So steht es in „The Tell-Tale Heart“ von Edgar Allen Poe, und wer sich in die Lektüre vertieft, hört bald sein Herz so laut wie der Mörder das seine. Das schlägt einen uns vertrauten Takt, um die 70 Mal in der Minute, wir spüren es allerdings nur dann, wenn es in Aufregung gerät oder ins Stottern.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2018)

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