Tödliches Tiergift als Heilmittel

Wirkstoffe, die in Tiergiften enthalten sind, werden bisher kaum für Medikamente genutzt. Forscher der Unis Wien und Queensland untersuchen an Kegelschnecken, wie sich deren therapeutisches Potenzial besser nutzen lässt.

Eine Kegelschnecke
Eine Kegelschnecke
Eine Kegelschnecke – Muttenthaler

Ihr schön geformtes und gemustertes Gehäuse macht die in tropischen und subtropischen Meeren lebenden Kegelschnecken bei Urlaubern wie Wissenschaftlern zu beliebten Sammlerobjekten. Da sie sich bei einem Angriff zunächst ins Gehäuse zurückziehen, sich dann aber mit Gift verteidigen, ist die Angelegenheit für Sammler riskant. Denn dieses besteht aus mehreren Hundert Toxinen, die, wenn sie gleichzeitig in den Blutkreislauf gelangen, auch beim Menschen zum Tod führen können. Immerhin: Für den Medizinchemiker Markus Muttenthaler ermöglicht dieses Rückzugsverhalten der Tiere erst, sie für Forschungszwecke einzusammeln.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2018)

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