Einmal Hölle und zurück

„Frauen sind Trägerkörper, Wirtsmenschen, Geburts- und Stillgeräte, die ausleiern.“ Sabine Scholl legt mit „Wir sind die Früchte des Zorns“ einen starken Roman über das Leben als Künst- lerin, Mutter und Tochter vor.

Wenn ein Bub geboren wird, dann ist die Familie glücklich. Wenn ein Mädchen geboren wird, dann findet man sich damit ab, man toleriert die Tatsache“, sagte die französische Malerin und Bildhauerin Louise Bourgeois (1911 bis 2010) in einem Interview. Der Hauptfigur von Sabine Scholls Roman „Wir sind die Früchte des Zorns“, der sehr eng an der Biografie der Autorin und ihrer Familiengeschichte entlangführt, dient Bourgeois als Vorbild, wie man sich von alten Mustern des Frauseins emanzipieren kann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2013)

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